Category Archives: Canada-Bahamas

Tagebuch von der Reise quer durch Kanada und den Badeferien auf den Bahamas.

Glacier National Park

28. August 2007

Heute Morgen war es kalt. Über dem Williamson Lake lagen Nebelschwaden, ein schöner Anblick. Das Wetter war traumhaft: sonnig und blauer Himmel.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Glacier NP.
Beim Information Centre liessen wir uns eine Karte und einige Tipps geben. Trotz Grizzly-Warnung machten wir den Perley Rock Trail, denn das Panorama sei von dort am Schönsten.

Der Anfang war noch einigermassen flach und im Wald, dann wurde es lichter und die Bergspitzen mit ewigem Eis kamen zum Vorschein.

Der Trail führte uns an wunderbaren Wildbächen mit Wasserfällen vorbei. Es wurde steiniger und ein steiler „Chog“. Nach über 2 Stunden hartem Aufstieg kreuzte eine Grizzlymutter mit ihren zwei Kleinen unseren Weg. Ein imposanter Anblick, aber auch furchteinflössend. Da die Bären ebenfalls hinaufstiegen, beschlossen wir umzukehren. Schade, denn unser Ziel wäre nur noch ca. 45 Minuten entfernt gewesen.
Auf dem Rückweg machten wir an einer gut überschaubaren Stelle Rast. Dort wurden wir von drei Wanderern eingeholt. Sie hatten uns beim Aufstieg überholt und kehrten ebenfalls kurz vor dem Ziel um. Sie hatten die Bären auch gesehen und gleich wie wir entschieden. Den Rest des Weges gingen wir gemeinsam.
Dieses Erlebnis werden wir wohl alle nie vergessen.

In Donald, 28 km vor Golden, schlugen wir unser Nachtquartier auf. Während der Dämmerung machten wir uns mit Feldstecher und Kamera bewaffnet auf zum Waldrand, welcher in der Nähe der Campingplatzes war. Wir hatten Glück und konnten 8 Rehen beim Weiden zuschauen. Ein krönender Tagesabschluss.

Mount Revelstoke NP

27. August 2007

Heute morgen verliessen wir Salmon Arm und fuhren auf dem TCH Richtung Revelstoke. Nach ein paar Kilometern begegneten wir einem Kojoten, der gemütlich am Strassenrand stand. Nach etwas mehr als der Hälfte machten wir bei Craigellachie einen Stopp, bzw. einen Fahrerwechsel. Am 07.11.1885 wurde dort der letzte Nagel (Last Spike) in die Schwelle der ersten kanadischen transkontinentalen Eisenbahn geschlagen.

Dann ging es weiter nach Revelstoke. Am Ortseingang wurden wir von mehreren Bären empfangen, leider alles Statuen aus Stein. Nach einem kurzen Besuch im Information Centre, führte uns die Strasse 26 km in Serpentinen zum Balsam Lake. Von dort aus Starten diverse Trails im Mount Revelstoke National Park.
Nach einer kurzen Chipmunk-Jagd (Streifenhörnchen) brachte uns der Shuttlebus zum Plateau. Dort starteten wir bei bewölktem Himmel unseren Trail zum Lake Miller. Bald kam zu unserer Freude die Sonne zum Vorschein. Nach ca. einer Marschstunde begann es aber zu schneien. Nicht fest, aber immerhin. Nun entschieden wir 5 Minuten weiter zu gehen und erst dann über einen Tourabbruch zu diskutieren. Wir hatten Glück, das Wetter besserte sich langsam und wir setzten unseren Weg fort. Beim Lake Miller angekommen konnten wir die schöne Landschaft am See nur kurz geniessen.

Es begann zu regnen und wir hatten ja noch ca. 2 Stunden zurück zum Camper. Auf dem Rückweg setzte sich die Sonne dann endgültig durch und die Wolken verschwanden. So konnten wir den Rest des Pfades doch noch geniessen.

Nach dieser anstrengenden Wanderung machten wir auf dem Campground beim Williamson Lake ein feines Chili con Carne. Beim Anbraten des Fleisches ging der Feueralarm im inneren des Campers los. Nun wissen wir wie laut die Sirene ist und dass er funktioniert 😉

Heute schlafen wir wahrscheinlich besonders gut ein und müssen morgen früh raus, damit wir die nächste Etappe meistern können. Es steht die Fahrt zum Glacier NP, eine mehrstündige Wanderung, der Rogers Pass mit der Zeitzonenüberschreitung (Pacific Time Zone – Mountain Time Zone) und die Weiterfahrt nach Donald auf dem Programm. Ab morgen sind wir euch zeitlich nur noch 8 Stunden hinterher.
Der Handyempfang wird schlechter und wann wir das nächste Mal Internet haben ist ungewiss.

Also bis zum nächsten Mal …

Vernon – Salmon Arm

26. August 2007

Da es regnete, hatten wir keine Eile beim zusammenpacken. Als erstes führte uns unser Weg zur Historic O´Keefe Ranch. Die Ranch entstand Ende 1800. Das war sehr interessant. Eine Frau backte Guetzli und informierte uns über die Schuberts. Diese waren so was wie Nachbarn der O´Keefes und ihr Haus wurde zu Austellungszwecken hierher verlegt. In Jasper gibt’s ein Museum, wo mehr über die Schuberts berichtet wird. Auch eine Sattlerei gabs auf dem Gelände zu sehen, allerdings fertigen sie keine Sättel mehr an. Dafür Gürtel und solche Sachen. Zwei Mitarbeiter waren gerade dabei mehrere bestellte Gürtel zu fertigen, da entdeckte Iris doch einen mit der Aufschrift „Kloten Flyers # 41“. Wir konnten sie aufklären, was damit gemeint war. Die Bestellung kam von einer 10-köpfigen Gruppe aus der Schweiz. Ein Holländer fand den Gürtel übrigens unanständig, was Iris mit ihren paar hängen gebliebenen Brocken holländisch gut verstand.

Auf dem Weg nach Salmon Arm regnete es wieder vermehrt und so fuhren wir direkt zum bereits reservierten Campingplatz. Dieser wurde wiederum von einem Schweizer geführt. Der Mann ist vollbärtig um die Mitte gut gebaut und passt total gut hierher.

Da wir 3 Tage kein Internet mehr hatten und das Wetter nicht sehr einladend war, nahmen wir den Laptop in Betrieb. War mal was anderes, bei Tageslicht zu schreiben und absolut stressfrei.
Nun erholen wir uns bevor wir die nächsten National Parks (Revelstoke und Glacier) betreten und einige Wanderungen machen.

Summerland – Vernon

25. August 2007

Unser erster Halt war heute in Kelowna. Im Visitor Centre liessen wir uns einige Aktivitätsmöglichkeiten erläutern. Daraufhin gingen wir zuerst einmal in den City Park und suchten den Ogopogo (ist mit Nessie vom Loch Ness gleichzusetzen). Leider fanden wir ihn nicht, deshalb gab es auch keine 2 Millionen kanadische Dollar.

Nachdem wir unsere Vorräte aufgefüllt hatten fuhren wir zum Hausberg Kelowna´s, dem Knox Mountain. Zu Fuss machten wir uns auf den Weg. Beim ersten Ausichtspunkt (nach 10min.) gabs dann erst Mal Mittagessen. Es war zwar noch sonnig, aber nicht mehr so strahlend wie gestern und ziemlich windig. Frisch gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg aufwärts. Doch da kam das erste Warnschild vor Bären und Iris wurde immer langsamer. Nach einer kurzen Strecke entschieden wir uns umzukehren. Nicht etwa wegen der Bären, nein, die Landschaft und das Wetter waren nicht so anmächelig. Die Aussicht hatten wir ja vorher schon genossen.

So fuhren wir weiter nach Vernon. Dort gingen wir Minigolf spielen. Die haben hier schön knifflige Bahnen und natürlich hat Marcel überdeutlich gewonnen. Aber wir hatten viel zu lachen.
Für die heutige Nacht hatten wir einen Platz am Swan Lake reserviert. Der Platz gehört einem Schweizer und so waren die Formalitäten eine Leichtigkeit. Wir hatten unseren Platz direkt am Ufer, super!

Nach dem Essen wurden wir von unseren Nachbarn links und rechts zu einer gemütlichen Runde am Feuer eingeladen. Die beiden Familien kamen aus Calgary und führten uns in eine kanadische Campingtradition ein: Smores machen. Eine Kalorienbombe bestehend aus Guetzli, Schoggi, grilliertes Marshmallow und nochmals Guetzli. Aber soooo fein…

Thanks for all. It was a pleasure to meet you!

Osoyoos – Summerland

24. August 2007

Nachdem wir zum ersten Mal den Abwassertank entleert und das Frischwasser wieder aufgefüllt hatten, machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf nach Okanagan Falls.
Dort angekommen, suchten wir vergebens nach den Falls. Im Visitor Centre wurden wir dann freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass der Ort trotz des Namens keine Wasserfälle zu bieten hat. Aha …
Bei einem Wildlife Viewpoint sahen wir zwar keine grösseren Tiere, dafür war die Landschaft wieder einmal toll.

So fuhren wir weiter nach Penticton. Dort kauften wir im Walmart für $19.- einen Reiseholzkohlengrill. Ein heisser Ofen 😉 Wenn irgendwie möglich, kommt der mit nach Hause (im Gegensatz zum Toaster). Die meisten Campgrounds haben hier schon Firepits, aber oft ohne Grillrost. So brauchten wir sowieso etwas.

Wir versuchten dieses Mal einen Campground auf gut Glück zu finden. Der Erste war voll und beim Zweiten hatten wir die „grosse“ Auswahl von 2 Stellplätzen. Der Okanagan Lake befand sich 4 Terrassen weiter unten, aber immerhin hatten wir Seeanschluss. Marcel ging diesmal nur bis Mitte Oberschenkel rein, für den Rest des Körpers war´s wohl zu kalt. Dieser See ist aber auch um einiges grösser als derjenige in Osoyoos. Iris las dagegen lieber am Strand in ihrem Buch.

Unser erstes Abendessen vom neuen Grill war super.

Unsere Begeisterung für die Errungenschaft stieg. Im Firepit fanden wir noch ein grosses Stück Holz, womit Marcel ein Feuerchen für die Marshmallows machte.

Hope – Osoyoos

23. August 2007

Nach einer ersten gemütlichen und ohne den Kopf anzuschlagenden Nacht, machten wir uns am späten Vormittag auf nach Osoyoos. Das hiess, es lagen gut 250km vor uns und dies bei strahlendstem Sonnenschein und heissen Temperaturen.

Zuerst durchfuhren wir den Manning Park, hatten aber leider keine Zeit für längere Stopps.

Kurvig gings bergauf und bergab, so gewöhnten wir uns schon besser ans Fahren.
Kaum hatten wir den Park verlassen, änderte sich auch die Vegetation. Saftig grün spriesste es nur noch im künstlich bewässerten Teil. Daneben herrschte wüstenähnliche Flora (u.a. Salbeibüsche, Feigenkakteen).

Kurz nach Princeton fanden wir einen schönen Baderastplatz am Similkameen River. Dort assen wir Lunch.
Danach gings ohne Halt bis Osoyoos. Auf dem Campground angekommen, ging Marcel im Osoyooslake baden. Das Wasser war sehr angenehm warm, schliesslich befinden wir uns in der wärmsten Gegend des Landes (Okanagan Valley).

Camper

22. August 2007

Heute konnten wir unseren Camper (VC Van) in Empfang nehmen. Nach einer ausführlichen Instruktion fuhren wir zum nächsten Super Market. Wir brauchten vieles für unser neues zu Hause. Neben Lebens-, Abwaschmittel auch einen Toaster.
Bei Sonnenschein und 22 Grad fuhren wir nach Harrison Hot Spring und spazierten am See entlang.

Dann ging es weiter zu unserem ersten Campingplatz „Wild Rose“ in Hope. Einige Dinge hatten gegen die Route über Whistler gesprochen, so mussten wir umdisponieren und haben uns für die Route Richtung Osten entschieden.
Nach einem feinen selbst gekochten Abendessen und einer Wäsche genossen wir noch den Sternenhimmel.

Back in Town

20. August 2007

Bei Regenwetter traten wir die Überfahrt zurück auf das Festland an. Sie verlief ruhig. Wegen des schlechten Wetters liessen wir alle Outdoor Sehenswürdigkeiten im Norden von Vancouver links liegen. Im Museum of Anthropology begutachteten wir Kunstwerke der Westküstenindianer.

Am Nachmittag hörte es zu regnen auf. Wir fuhren an die Locarno Beach und machten ein paar Fotos von Vancouvers Skyline.

Nachdem wir unser Unterkunft für die nächsten zwei Tage bezogen hatten, brachten wir den Mietwagen zurück. In dieser Woche legten wir gesamthaft 1240 km zurück.
Danach machten wir einen Abstecher nach Alaska. Im IMAX-Kino bewunderten wir die Landschaft und Tierwelt.
Am Abend gingen wir Billard spielen und zum Abschluss des Tages in die Bar None.