Chicago – Camper – Milwaukee

Um 6 Uhr hatten wir ausgeschlafen und machten uns frisch, packten alles ein und gingen im Nutella Cafe frühstücken. Es war lecker, aber teuer.

Danach besuchten wir das Illusions Museum und versuchten uns an kniffligen Spielen, die Frauen gingen noch kurz in einen Kleiderladen, gekauft wurde noch nichts, aber da wir ja nochmals nach Chicago kommen …

Danach holten wir im Hotel unser Gepäck und fuhren per Uber zum Campingvermieter.

Die Camperübernahme dauerte eine gute Stunde, dann wurde geladen und wir fuhren zum nächsten Supermarkt.

Dort deckten wir uns mit allem nötigen ein, es wurde ein Grosseinkauf inkl. Gasgrill und Toaster.

Marcel fuhr die ganze Strecke bis Milwaukee. Anfangs war es etwas unangenehm, da unser Camper 3 m breit und 9,75 m lang ist. Die Interstate ist aber eigentlich schön breit, aber es hatte auch viel Verkehr. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran. So liessen wir Illinois für das erste hinter uns und kamen nach Wisconsin.

In Milwaukee parkten wir unseren Camper auf dem Wisconsin State Fair RV Park. Ein grosser, geteerter Parkplatz mit sanitären Einrichtungen, nichts besonderes aber das wussten wir ja. Dafür ist es der einzige Campingplatz mit Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel nach Downtown.

Da es schön recht spät wurde kochten wir Pastas und assen im Camper, dann wurde alles Gepäck ausgeräumt und im Camper verstaut. Um 23 Uhr sanken wir müde ins Bett, Iris und Marcel hinten im Doppelbett, die Twins oberhalb vom Fahrersitz in der Alkove.

Chicago

Iris und ich wachten vor 4 Uhr das erste Mal auf, drehten uns und schliefen nochmals ein. Um 5:30 Uhr war dann aber Tagwach auch die Twins konnten nicht mehr schlafen und draussen wurde es hell.

Wir gingen es gemütlich an, checkten mal unser Nachrichten und meldeten uns zu Hause. Dann gingen wir los, hatten am Abend in der Nähe eine Bäckerei gesehen unterwegs sahen wir aber ein Cafe mit leckerem Frühstück und gingen rein. Fabio wollte ein Croissant mit Ei und Speck, Seraina Pancakes und Iris ein overnight Oat mit Beeren und Nüssen.

Frisch gestärkt starteten wir unsere Erkundungstour und liefen als erstes zum Millennium Park und besuchten das Cloud Gate. Dort hatte man schon einmal einen guten Blick auf die Hochhäuser.

Nach der BP Bridge im Maggie Daley Park hatte es ein Minigolf und Spielplätze. Die Kids wollten dort hin, Iris setzte sich auf eine Bank und Marcel lief weiter zur Buckingham Fountain. Es war schon brutal heiss. Als er auf dem Rückweg war klingelte sein Telefon: Iris und die Kids wurden von Mücken gefressen und wollten zurück zum Hotel die Mückensalbe holen. Stattdessen gingen wir zu Walgreens und kauften eine. Gingen dann aber via Hotel die State Street hoch zum Riverwalk. Dort sahen wir den modernen Trump Tower und andere imposante Wolkenkratzer. Entlang des Chicago Rivers war es merklich kühler und eine Bar, folgte auf Restaurant, Brauerei und Bar. Wir schlenderten bis zum Lake Michigan und machten unterwegs Pause auf einem Playground.

Dann knurrte unsere Mägen und wir liefen zum Navy Pier und suchten uns ein Restaurant. Fabio probierte einen Corn Dog, Seraina wählte ein Schnitzel mit Pommes und Iris bestellte einen Salat mit Chicken. Marcel nur ein Bier und wartete auf diese Leftovers.

Danach gingen Seraina und Marcel aufs Riesenrad (Centennial Wheel) und genossen die Aussicht obwohl mittlerweile einige Wolken aufgezogen waren und die Weitsicht nicht mehr so toll war wie am Morgen.

Nach einem kurzen Abstecher zum Ohio Street Beach liefen wir weiter zur Magnificent Mile. Eigentlich wollten wir noch auf das 360 Chicago Observation Deck eine Aussichtsetage im 94. Stock des John Hancock Center mit schräger Glasplattform (Tilt) in 300 m Höhe, aber da die Sicht nicht mehr so toll war verschoben wir diese Attraktion auf einen anderen Tag.

Wir schlenderten der Magnificent Mile, eine teure Einkaufsstrasse, entlang und genossen einige Songs eines Strassenmusikers.

Dann ging es zurück zum Hotel und ins italienische Restaurant. Um 21 Uhr waren alle K.O. und wir gingen schlafen.

Anreise Zürich – Chicago

Dank dem Vorabendcheck-in konnten wir am Morgen gemütlich mit dem Bus zum Flughafen. Die Sicherheitskontrolle war eine schnelle Sache und bald waren wir am Gate.

Es hatte noch freie Business Class Sitze, aber wir liessen es. Beim Boarden wurde dann die Person vor uns upgegraded und wir nahmen auf den Economy Premium Plätzen platz. Sie sind etwas breiter, bieten mehr Beinfreiheit und einen grösseren Screen. Zudem gab es einen Willkommensdrink mit Flauder und Beerensirup.

Wir waren alle sehr happy, Seraina meinte Jackpot nur Fabio betonte mehrfach dass er lieber Business geflogen wäre.

Von der Speisekarte konnten wir aus drei verschiedenen Menüs aussuchen, das Essen war lecker mit richtigem Besteck nicht aus Plastik wie in der normalen Eco. Der Flug verlief bis auf zwei kurze Ruckler gegen Ende des Fluges ruhig und wir genossen das Boardprogramm.

Nach der Landung war die Schlange für die Einreise riesig, zum Glück hatten wir die Mobile Passport Control (MPC) App runtergeladen und ausgefüllt, so waren wir in 20 Minuten durch und warteten länger auf unsere Gepäckstücke.

Mit der Metro ging es dann in 40 Minuten nach Downtown Chicago. Unser Hotel war einen halben Block von der Station entfernt und schön eingerichtet und geräumt. Wir machten uns kurz frisch, Marcel genoss eine  Dusche und Iris packte um.

Wegen der Zeitverschiebung war es für uns schon weit nach Mitternacht aber wir mussten nochmals raus um nicht schon am frühen Abend ins Bett zu gehen und nochmals was zu essen.

Ein paar Blocks entfernt war das Monk‘s Pub mit leckeren Burgern und den ersten Biers für Marcel.

Kurz nach 21 Uhr sanken wir alle todmüde ins weiche Hotelbett und schliefen sofort ein.

Valencia – Letzter Tag

Vom Hotel aus schlenderten wir gemütlich durch die erwachende Altstadt und erreichten bald den Plaça de la Mare de Déu mit dem Font del Túria, dessen Wasser im Morgenlicht funkelte. Nur wenige Schritte weiter wartete bereits unser Frühstück: In der Horchatería de Santa Catalina, einem traditionsreichen Café mit kunstvoll bemalten Wandfliesen, gönnte ich mir Churros mit heißer Schokolade – ein perfekter Start in den Tag.

Unser Weg führte uns anschließend zum lebhaften Plaza de la Reina, wo Cafés und kleine Geschäfte die Atmosphäre prägen. Gleich in der Nähe besuchten wir L’Almoina, eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Europas. Unter Glas und Licht liegen hier die freigelegten Überreste verschiedener Epochen – ein faszinierender Blick in Valencias tiefste Geschichte, direkt neben der Kathedrale.

Draußen fotografierten wir den Erzbischofspalast (Palacio Arzobispal), bevor wir unverhofft Zeugen einer besonderen Tradition wurden: Heute fand das Fest zu Ehren von San Vicente Ferrer statt. Über die Plätze zogen Gruppen in farbenprächtigen Falleras-Trachten, die normalerweise während der Fallas zu sehen sind – ein lebendiges, farbiges Stück valencianischer Kultur.

Schließlich machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel, holten unser Gepäck ab und fuhren zum Flughafen. Beim Rückflug schenkte uns Valencia noch einen letzten magischen Moment: eine wundervolle Aussicht über die Stadt, die Marina und die Costa del Azahar, die Küste der Orangenblüte nördlich der Stadt.

Valencia – Bioparc – Kathedrale

Am Morgen machten wir uns wieder mit dem Fahrrad auf den Weg – diesmal quer durch den Jardín del Túria bis zum Bioparc. Der Zoo ist bekannt für seine naturnah gestalteten Lebensräume, in denen man das Gefühl hat, direkt in die Savanne, den Regenwald oder an afrikanische Flussufer versetzt zu werden. Ohne sichtbare Zäune oder Käfige konnten wir Elefanten, Gorillas, Giraffen und viele andere Tiere aus nächster Nähe beobachten – ein eindrucksvolles Erlebnis.

Zurück in der Innenstadt besichtigten wir die Kathedrale von Valencia. Das gotische Kreuzrippengewölbe, der eindrucksvolle Hauptaltar und die Mischung verschiedener Architekturstile erzählten von Jahrhunderten valencianischer Geschichte. Besonders faszinierend war der anschliessende Besuch der Kapelle des Heiligen Kelches, die mit ihrer imposanten Kuppel und dem dort aufbewahrten Kelch – dem legendären Heiligen Gral – eine ganz eigene, feierliche Atmosphäre ausstrahlte.

Anschliessend bestiegen wir den achteckigen Kathedralenturm Miguelete. Die vielen Stufen wurden schnell belohnt: Von oben bot sich ein herrliches Panorama über die Plaza de la Reina, die Dächer der Altstadt und bis hin zum Plaça de la Mare de Déu im Norden.

Mit den Fahrrädern ging es weiter, vorbei am Denkmal Porta de la Mar, zur Stierkampfarena Plaza de Toros de Valencia, der Estació del Nord und zum beeindruckenden Palacio de las Comunicaciones am Plaza del Ayuntamiento. Jede Station zeigte eine andere Facette der Stadt – von klassizistisch über modernistisch bis monumental.

Ein kurzer Abstecher führte uns zum eleganten Mercado de Colón, dessen Fassade mit farbenfrohen Keramik- und Steinmosaiken glänzt. Drinnen herrschte lebhaftes Treiben, und wir gönnten uns ein erfrischendes Bier.

Gegen Abend fuhren wir noch einmal zur Stadt der Künste und Wissenschaften, um Fotos beim Eindunkeln zu machen – die futuristischen Bauwerke spiegelten sich in den Wasserbecken und wurden hell beleuchtet.

Zum Abschluss des Tages kehrten wir in der Nähe unseres Hotels ein. Auf den Tisch kamen eine Platte mit verschiedenen spanischen Tapas – Croquetas, Albóndigas, Patatas Bravas – und als Höhepunkt eine duftende Paella Valenciana, das Hauptgericht der Region.

Ein abwechslungsreicher Tag voller Kultur, Bewegung und kulinarischer Genüsse ging zu Ende.

Valencia – Stadt der Künste und Wissenschaften – Strand – Oceanogràfic

Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel mieteten wir Fahrräder, um Valencia zu entdecken. Unser erster Halt war ein kurzer Fotostopp bei den Torres dels Serrans, deren wuchtige Mauern im Morgenlicht besonders eindrucksvoll wirkten. Von dort fuhren wir weiter in den weitläufigen Jardín del Túria, eine der beeindruckendsten städtischen Grünanlagen Europas. Der Park liegt im ehemaligen Flussbett des Río Túria, der nach einer verheerenden Überschwemmung in den 1950er-Jahren umgeleitet wurde. Was früher ein Fluss war, ist heute ein über neun Kilometer langer Park – mit Spielplätzen, Gärten, Teichen, Sportanlagen und schattigen Alleen. Auf unseren Fahrrädern glitten wir durch diese grüne Oase, vorbei an Palmen, duftenden Orangenbäumen und breiten Rasenflächen, bis wir die futuristische Stadt der Künste und Wissenschaften erreichten .

Dieser weitläufige Architekturkomplex, entworfen von Santiago Calatrava und Félix Candela, wirkt wie eine futuristische Traumlandschaft aus Glas, Wasserbecken und geschwungenen, strahlend weissen Bauformen. Die Gebäude erinnern teils an überdimensionale Muscheln, Fische oder schimmernde Augen – ein Zusammenspiel aus Wissenschaft, Kunst und moderner Architektur.

Dort legten wir eine Pause in der Gartenanlage Umbracle ein, wo wir die üppige Vegetation und die farbenprächtigen Pflanzen bewunderten. Anschliessend radelten wir weiter zum Uhrgebäude – Edifici del Rellotge in der Marina, das mit seiner eleganten Architektur an die alte Hafenzeit erinnert.

Bald darauf erreichten wir die Strandpromenade Carrer d’Otumba beim Strand El Cabanyal. Dort liessen wir uns zu einem mediterranen Mittagessen mit verschiedenen Tapas nieder. Danach spazierten wir über den warmen Sand, hielten die Füsse ins Wasser und testeten die noch frische Wassertemperatur des Meeres.

Am Nachmittag besuchten wir das Oceanogràfic, das beeindruckende Aquarium Valencias. Die Delfin-Show begeisterte uns ebenso wie die verschiedenen Aquarien und wunderschön angelegte Gartenlandschaft. Später machten wir noch einen Abstecher zur Kirche San Lorenzo, bevor wir uns am Abend ein feines Nachtessen gönnten.

Ein weiterer abwechslungsreicher und sonniger Tag voller Entdeckungen und mediterraner Leichtigkeit.

Valencia – Altstadt

Zum 70. Geburtstag unserer Mutter erfüllten wir ihr einen besonderen Wunsch: Gemeinsam – meine Schwester, meine Eltern und ich – flogen wir von Zürich nach Valencia, wo wir für die nächsten vier Tage bleiben sollten. Vom Flughafen brachte uns ein Taxi direkt ins San Lorenzo Hotel Boutique, wo wir unser Gepäck abstellten und sofort loszogen, um die Stadt zu erkunden.

Unser Weg führte uns durch die Carrer de Navellos, weiter am Mercado Central vorbei bis zu den Torres de Quart. Von oben genossen wir eine wunderbare Aussicht über die Dächer Valencias und das lebendige Treiben in den Gassen. Anschliessend besuchten wir die Kirche San Nicolás de Bari und San Pedro Mártir, deren spektakuläre Fresken ihr den Beinamen „valencianische Sixtinische Kapelle“ eingebracht haben – ein beeindruckender, fast überwältigender Anblick.

Nach so viel Kunst und Geschichte gönnten wir uns eine kleine Glacé-Pause bei der Real Parroquia de los Santos Juanes. Frisch gestärkt machten wir uns auf zur Lonja de la Seda. Der prächtige Säulensaal, die vergoldete Holzdecke des Meereskonsulats und der duftende Orangenhof liessen uns die Zeit vergessen.

Später genossen wir einen typischen valencianischen Aperitivo – natürlich ein Glas Agua de Valencia, das spritzige Kultgetränk der Stadt. Die Mischung aus frischem valencianischem Orangensaft, Cava, etwas Gin und Wodka schmeckt zugleich fruchtig, leicht herb und angenehm prickelnd. Eisgekühlt und in einer grossen Karaffe serviert, war es der perfekte Erfrischer nach einem warmen, erlebnisreichen Tag.

Zurück im Hotel machten wir uns für den Abend frisch und rundeten diesen besonderen Auftakt unserer Reise mit einem gemütlichen Nachtessen beim Plaza de Manises ab.

Ein gelungener Start in vier unvergessliche Tage in Valencia.

Schnorchelausflug Cenoten

Montag, 30.04.2012

Heute  stand unser letzter geplanter Ausflug auf dem Programm: ein Schnorchelerlebnis der besonderen Art. Obwohl ich bei unserem Ausflug nach Chichen Itzá bereits einen ersten Eindruck der Cenoten erhalten habe, war ich dennoch gespannt was es heute zu sehen geben würde. Die 1. Überraschung war, dass wir 15 Minuten vor verabredetem Zeitpunkt bereits abgeholt wurden. Das ist so überhaupt nicht ” mexican like”. In einem Kleinbus gings dann los zur 1. Cenote Aktun Koh. Diese gilt als geschlossene Höhle und wies einige wunderschön geformte Stalaktiten und Stalagmiten auf. Fische gab es auch ein paar: kleine Welse und noch kleinere Goupies. Das Wasser war übrigens herrlich erfrischend und ich hielt es ziemlich lange darin aus. Tatsächlich gab es in unserer Gruppe noch ein extremeres Chicken als mich, welches nach einem Temperaturtest mit der Grosszehe beschloss gar nicht erst ins Wasser zu steigen. Für dieses Verhalten erntete sie von Marcel sein typisches hehehe-Lachen.

Die zweite Cenote Pakal Nah war einen kurzen Fussmarsch entfernt und ganz offen. Es gab einen seichten Teil, welcher sich zum Schnorcheln eignete und einen tiefen Teil, welcher für das “Maya-Opfer” verwendet wurde. Das Opfer war eine Fahrt an der Zipline mit anschliessendem Sprung ins Wasser. Zudem gabs auch eine Plattform für Turmspringkünste. Marcel nützte natürlich das Angebot voll aus. Ich beschränkte mich aufs Paparazzi sein. Später ruhten wir uns noch etwas in den Hängematten aus, wo ich mal wieder von den Moskitos gefressen wurde.

Nach einem leckeren Mittagessen fuhren wir zu der Yal Ku Lagune, wo wir sicher eine gute Stunde in Brackwasser schnorcheln konnten. Brackwasser ist ein Gemisch aus Süss- und Salzwasser, wobei das Süsswasser obenauf schwimmt. Springt man allerdings hinein oder bringt sonst starke Bewegung ins Wasser, vermischen sich die Beiden und es sieht aus wie wenn Öl mit Wasser vermengt wurde. Das führte öfters mal zu unscharfer Sicht. Je mehr wir uns Richtung Meer bewegten, desto wärmer wurde es. Wir sahen unter anderem 2 Stachelrochen, 1 Schildkröte und einen Schwarm Sardinen. Auch verschiedene Korallenarten konnten wir bewundern. Allerdings sind wir wohl doch etwas sehr verwöhnt von den Malediven und Ägypten, so dass uns dieser Schnorchelplatz nicht extrem beeindruckte. Für die Meisten aus unserer Gruppe war es der schönste Ort, wir aber fanden die Höhle um Längen besser. Aber Geschmäcker dürfen ja bekanntlich verschieden sein …

Gegen 3 Uhr waren wir zurück im Hotel. Nachdem ich leider feststellen musste, dass meine Rückseite zu viel Sonne erwischt hatte (es ist in diesen Gewässern keine bzw. nur biologisch abbaubare Sonnencreme erlaubt), machte ich im Spa gleich einen Termin für eine After sun Behandlung. Nur so viel sei dazu gesagt: es war viel, viel, viel kälter als die 1. Cenote am heutigen Tag.

Als Krönung liessen wir uns noch einmal von den Kochkünsten der Japaner verzaubern.

Chichen Itzá

Samstag, 28.04.2012

Ein bisschen Kultur darf und muss sein, schliesslich sind wir im Mayaland … (mit der Biene hat das aber nichts zu tun).

Heute war früh tagwach und draussen noch dunkel. Der Ausflug “Chichen Itzá Sunrise” heisst so, weil man den Sonnenaufgang auf der Busfahrt dorthin erlebt. Zuerst dösten viele noch, dann gab es erste Infos von Thomas unserem Reiseleiter. Kurz vor Chichen Itza machten wir einen ersten Stopp, um die Handwerkskunst der Mayas zu bewundern, in der Hoffnung natürlich ein Andenken für zu Hause zu kaufen. Nach der ausführlichen Erklärung und der Betrachtung einiger Objekte aus Obsidian und anderen Halbedelsteinen offerierten sie uns 2 verschiedene Tequillas, damit das Geld lockerer sitzt.

Dann erreichten wir Chichen Itzá, eines der neuen Weltwunder. Eine der bedeutendsten Ruinenstätten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán aus der Maya-Kultur.
Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt, da es ausser uns noch fast keine Touristen gab. Ca. 2,5 Stunden liefen wir durch die Ruinen und hörten Geschichten über das Leben der Mayas und deren Legenden. Im Zentrum der Tempelanlagen befindet sich die als Castillo (spanisch für Burg/Schloss) bezeichnete 30m große Stufenpyramide. Der Castillo trägt auf seiner Spitze den Tempel des Kukulkan, der Schlangengottheit der Maya, deren Namen sich mit dem toltekischen Quetzalcoatl inhaltlich deckt.
Es besitzt diesen Rang allerdings nicht nur aufgrund seiner beeindruckenden Bauweise und Größe, sondern auch aus folgenden Gründen:
Zweimal im Jahr, zur Tagundnachtgleiche und einige Zeit davor und danach, versinkt bei Sonnenuntergang eine Seite der Pyramide fast vollständig im Schatten. Dann wird nur noch die Treppe von der Sonne angestrahlt und auf sie projizieren sich die Stufen der Pyramide. Dieses aus Licht bestehende Band vereint sich schließlich für kurze Zeit mit einem Schlangenkopf am Fuß der Pyramide und stellt so eine gefiederte Schlange dar.
Zudem wird spekuliert, dass in den Treppenstufen die Länge des Jahres der Maya codiert sei (4 Treppen à 91 Stufen und der Grundsockel = 365)!

Daneben hat es noch gut erhaltene Opfertempelruinen. Ein wichtiges Ritual um die Götter gnädig zu stimmen.
Dahinter ist das grösste und am besten erhaltene Spielfeld in ganz Mexiko. Die Legende besagt, dass anfangs gegen die Götter der Unterwelt gespielt wurde und als Siegesgeschenk gab es Licht auf der Erde. Ab da wurde es regelmässig gespielt und anschliessend der Captain der Gewinner, nicht der Verlierer, geopfert. Der Gedanke dahinter war, dass dieser bereits alles auf Erden erreicht hatte und somit nachgeholfen wurde, dass er die nächste Stufe erreicht.

Im Anschluss besichtigten wir die offene Cenote Sagrado (ein riesiger Pool) und dann gab es Mittagessen.

Um die aufgestaute Hitze los zu werden besuchten wir nun die geschlossene Cenote Samula, eine unterirdische Höhle mit einer kleinen Öffnung zum Baden.

Abgekühlt besichtigten wir eine Agaven-Destillerie (wie beim Champagner, muss Tequilla aus der richtigen Region kommen, aber eigentlich ist es das selbe).
Dort gab es dann 3 verschiedene Schnäpse zum Degustieren. Blanco ist frisches Destillat, Reposado etwa 6 Monate gelagert und Añejo 1 Jahr alt.

Zum Abschluss schlenderten wir noch eine Stunde durch das Städtchen Valladolid, welches den typischen Kolonialbaustil aufweist.

Zurück im Hotel assen wir passend zum Tag beim Mexikaner Fajitas und Enchiladas bei Margaritha und Bier.

Tauchausflug Cenote Dos Ojos, Mexiko

Donnerstag, 26.04.2012

Nach dem gestrigen Erhohlungstag am Pool und den einkalkulierten Verspannungen im Rücken, ging es heute nochmals tauchen.
Dieses Mal in die für Mexiko berühmten Cenoten. Für einen Glückspilz wie mich natürlich alleine mit dem Diveguide Andrea, keine andere Person wollte heute mit 🙂

Kurzer Zwischenstopp beim Tauchcenter um die Ausrüstung abzuholen und dann fuhren wir zur Zwei-Augen-Cenote “Dos Ojos”. Auf dem Weg dort hin gab es ein Tech-Briefing, da es ein total anderes Taucherlebnis werden sollte. Heute tauchten wir in den Kavernen, sprich teilweise in Unterwasserkammern ohne direkte Aufstiegsmöglichkeit. Beim ersten Tauchgang seien die Räume hell, gross und alle ca. 15-20 Meter ein Ausstieg, also gut geeignet für Anfänger und dementsprechend sicher.

Nach der Ankunft am Ziel machten wir alles bereit und besichtigten kurz den Einstieg. Das Wasser war kristallklar und kitschig hellblau. Also umziehen und los.
Die “Barbie Line”, so hiess diese Rundtour, führte uns anfangs an einem Felsen vorbei, welcher von weitem wie eine Madonnafigur aussah. In einer Tiefe von 4-8 Metern tauchten wir hintereinander durch ein kleines Labyrinth von Kammern mit Stalaktiten und Stalagmiten vorbei. Das Farbspiel mit den teilweise eintretenden Sonnenstrahlen war fantastisch.
Am Wendepunkt, bevor die Höhlen (Caves) anfingen, die nur von ausgebildeten Tauchern besucht werden dürfen, wurde ein Plastikkrokodil mit einer Barbie im Mund versenkt. Nun wurde mir der Name endlich klar.
Nach 50 Minuten waren wir wieder zurück bei der Einstiegsplattform. Kurzer Stopp an der Oberfläche und ein zweites Mal hinab, dieses Mal nach links. Immer der Leine entlang in die dunkleren, engeren Tunnels hinein. Dies gab einen guten Vorgeschmack oder Eindruck auf das Höhlentauchen.
Nichts für Klaustrophobiker und auch für mich ungewohnt. Nach etwa 30 Minuten tauchten wir in einem Dom, der Fledermaushöhle, auf. Daher der Name “Bat Cave” für diesen Tauchgang. Durch eine kleine Öffnung fliegen die nachtaktiven Tiere ein und aus. Das fallengelassene Essen und ihr Kot bilden die Nahrung für die wenigen kleinen Fische im Wasser.
Nun wurde ein letztes Mal abgetaucht und es ging zurück zum Ausgang.

Ein eindrückliches und super Erlebnis. Einmal etwas ganz anderes als Meerestauchgänge, aber nicht weniger interessant.