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Montreal – Ottawa

19. September 2007

Nach dem anstrengenden gestrigen Tag, blieben wir etwas länger liegen und verliessen nach dem Frühstück die Stadt. Auf dem Weg Richtung Ottawa fuhren wir nach Montebello, wo wir den Park Omega besuchten. In diesem Park kann man mit seinem Wagen einen 10 km langen Rundkurs absolvieren und sieht einheimische Wildtiere in ihrem eigenen Lebensraum. Gewisse Tiere dürfen sogar gefüttert werden. So war es nicht erstaunlich, dass uns nach ein paar Metern eine Elk-Kuh (Wapiti) ins offene Fenster rein schaute und Marcel vollsabberte. Wir haben schnell gelernt und bei der nächsten Dame wurde nur noch die Scheibe nass. Nach den Wapitis gab es verschiedene Stationen mit Gänsen, Bibern, Wildschweinen, Rehen, Wölfen, Bisons, Truthähnen, Waschbären, Koyoten, Steinböcken und Schwarzbären.
Das Auto durfte aus Sicherheitsgründen während dieser Tour nicht verlassen werden und so wurde die Fotojagd durch´s Wagenfenster gemacht.
Neben der Autoroute gab es drei verschiedene Trails. Da wir bis heute noch keine Elche gesehen hatten, begaben wir uns natürlich auf den Moose-Trail. Über ein eingezäuntes Waldstück mit eigenem See führten uns Brücken vom einen Ende zum anderen. Die Elchdame präsentierte sich hervorragen, nur der Bulle lag im hintersten Winkel im Schatten.

Nach 17 Uhr verliessen wir den Park mit leer geschossenem Memorystick. Die 80 km bis in die Stadt führten uns entlang des Ottawa Rivers der Sonne entgegen. Die Bäume strahlen bereits in verschiedenen Farbtönen, ein herrlicher Anblick.

In der Stadt suchten wir uns eine Unterkunft, was sich nicht gerade als einfach herausstellte. Beim Nachtessen in einem Pub schauten wir uns noch einen Baseballmatch an und dann gings schon ins Bett.

Montreal rocks!

18. September 2007

Heute machten wir uns auf die Stadt Montreal zu erkunden. Zuerst gingen wir ins Informationscenter. Dort erfuhren wir nicht nur, wo man Velos mieten kann und wie das mit den Tickets für Bus und Metro funktioniert, sondern auch, dass heute Abend ein Metalkonzert stattfindet. Edguy, einer unserer Favoriten, ist der Hauptact. Da mussten wir uns doch gleich Tickets besorgen.
Danach gings zum Vieux Port. Dort fanden wir auf der gesamten Promenade „free Internet“. So sassen wir bei Sonnenschein auf einer Parkbank und erledigten Mails und Blog. Wohl einer der schönsten Plätze um dies zu tun.

Ein paar Häuser weiter mieteten wir für zwei Stunden Velos. Wir fuhren damit zuerst auf die Insel Notre Dame, wo wir in sagenhaften 10 Minuten die Formel 1 Strecke abrasten (die Rennboliden brauchen dafür etwas mehr als eine Minute). Dann fuhren wir noch auf die Insel St. Hélène bevor es wieder zurück ging.

Wir schlenderten noch ein bisschen durch die Stadt (man kann hier ja km machen) und schauten nach, wo genau die Konzerthalle ist. Nun gings zurück ins Hotel, um uns vor dem Konzert noch etwas zu erholen.

Die erste Band „Susperia“ spielte gut. Nach einer kurzen Pause kamen „Echoes of Eternity“, welche mehr organisierten Lärm als Musik veranstalteten. Der Gesang war ein unverständliches Gekreische, naja. Die Band „Into Eternity“ war als dritte dran und spielte guten Heavy Metal. Dann kamen endlich Edguy. Die Stimmung im Publikum war super und sie dankten uns dafür mit eineinhalb Stunden Metal vom Feinsten. Das Konzert hat sich wirklich gelohnt.

In bester Stimmung schlenderten wir durch die Gassen Richtung Hotel und holten unsere Kamera und das Auto. Dann machten wir noch einen kurzen Abstecher in den Park Mont-Royal, von welchem wir eine gute Sicht auf Montreal by Night genossen.
Müde, aber glücklich ging es kurz nach Mitternacht ins Bett.

Quebec – Montreal

17. September 2007

Nach einer erholsamen Nacht holten wir heute unserer neues Mietobjekt ab. Zu unserer Freude bekamen wir einen etwas grösseren Wagen als erwartet. Einen Chrysler Pacifica mit 6 Plätzen, bequemen Ledersitzen, modernster Technik und erst knapp 21´000 km. So reiste es sicht sehr angenehm.

Nachdem wir Quebec-City erlassen hatten, wechselten wir auf den „Chemin du Roy“, die älteste Strasse Quebec´s. Sie führte uns am nördlichen Ufer des St. Lorenz-Stroms direkt nach Montreal. Die Aussicht war beim heutigen sonnigen Wetter hervorragend. Wir fuhren durch kleine herzige Dörfchen mit traumhaftschönen Steinhäusern und alten Kirchen.

In Portneufe assen wir am Ufer und sonnten noch ein bisschen. Nach ca. 250 km erreichten wir Montreal, wo wir uns in Downtown ein kleines Hotel suchten. Dort angekommen informierten wir uns über die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt und legten uns ein paar Ideen für morgen zurecht. In Little Italy gab es dann eine Pizza zum Znacht.

Odyssee nach Quebec

16. September 2007

Unser Flugzeug nach Toronto war zu schwer für die kurze Landebahn und so erklärte man uns kurz nach Mitternacht, dass wir leider umgebucht werden müssen. Dann hiess es wieder warten. Plötzlich schien es mit dem Gewicht doch wieder zu gehen und wir machten uns bereit fürs Boarden, doch dann durften wir doch nicht. Wir wurden schlussendlich auf den letzten Flug nach Montreal umgebucht, dieser sollte Calgary um 1:10 verlassen. Fünf Minuten nach der offiziellen Boardingtime bekamen wir unsere neuen Bordingpasses für den Flug nach Montreal und den Anschlussflug nach Quebec. Nun durften wir in Rekordzeit von Gate A14 zu B22 wechseln. Einmal quer durch den Flughafen. Dort angekommen ging zuerst gar nichts. Auch dieser Flug hatte Verspätung. Beim Boarden wurden unsere Plätze nochmals umgebucht und wir konnten doch noch nebeneinander Fliegen. Nach dem ganzen Hin und Her waren wir zu aufgekratzt zum Schlafen. So schauten wir uns den Film „Fantastic Four and the Silversurfer” an. Marcel schlief mitten im Film ein, obwohl er actiongeladen und spannend war. Auch Iris schlief dann noch eine Stunde bis zur Landung in Montreal. Dort angekommen, gab es beim Starbucks einen Zmorgen. Nach einer Stunde gings ans Boarden des Anschlussfluges. Die Dame erklärte uns dann höflich, dass wir nicht boarden durften, da wir keine gültigen Tickets für diesen Flug hatten. Wir bekamen in Calgary ja nur einen Boardingpass. Nach einer kurzen aber etwas weniger freundlichen Erklärung von Marcel ging es dann doch noch. Genervt sassen wir auf den hintersten Plätzen nach Quebec und versuchten zu schlafen. Das gelang nur bedingt.
Der Flug verlief ruhig, doch beim der Landung musste der Pilot nochmals durchstarten und nach einer Extraschlaufe landeten wir dann um 10 Uhr Ortszeit.
Wenigstens hatte mit unserem Gepäck alles geklappt und wir konnten es gleich in Empfang nehmen. Dann nahmen wir ein Taxi direkt zu unserem Hotel. Dort hiess es dann, dass unser Zimmer noch nicht bereit sei, da die Putzfrau aus irgendwelchen Gründen noch nicht erschienen war. Das machte nun auch nichts mehr aus. Ungeduscht gingen wir ins Infocentre und holten uns alles Nötige für die nächsten Tage. Wir schlenderten durch die unzähligen Gassen der wunderschönen Altstadt und fühlten uns wie in Frankreich.

Auf einem Platz konnten wir einem Strassenkünstler beim Musizieren zuschauen. Der war wirklich gut, denn er spielte gleichzeitig Gitarre, Mundharmonika und Schlagzeug. Dazwischen sang er auch noch. Die Zuschauer waren restlos begeistert und auch wir spendeten ausnahmsweise ein paar Coins.

Nach einem kurzen Besuch im Internetcafe gingen wir zurück zum Hotel um endlich mal die Beine hochzulagern. Was für ein Gefühl.
Das Abendessen genossen wir in einem real Swiss Restaurant. Wieder einmal einheimische Küche. Mmmmh, en guetä!

Danach besprachen wir noch das Programm der nächsten Tage und gingen dann beizeiten ins Bett.
Im Übrigen hat man uns ja wieder 2 Stunden „geklaut“. Wir hinken jetzt also nur noch 6 Stunden hinterher, wir holen langsam auf 😉