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Blue Ridge Parkway (nördlicher Teil)

Freitag, 14. Oktober 2011

Direkt nach dem Feierabend sind wir Richtung Westen aufgebrochen und durften wegen eines Unfalls den Stau um Raleigh geniessen. Um 21 Uhr erreichten wir Wilkesboro und somit unser erstes Etappenziel für dieses Wochenende. Nach feinen Baby Back Rips für Iris und einem Pfeffersteak für Marcel gings ins Motelbett.

Samstag, 15. Oktober 2011

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Boone, NC. Dort schlenderten wir ein bisschen der Hauptstrasse und im Appalachian State University Park herum. Hier stehen zwei Bronzestatuen von Daniel Boone, dem Gründer der Stadt.

Anschliessend ging es auf den Blue Ridge Parkway. Eine 76 Jahre alte Panoramastrasse entlang der Appalachen. Sie beginnt im Norden im Shenandoah National Park und zieht sich auf insgesamt 467 Meilen Länge durch Virginia und North Carolina bis zu den Great Smokey Mountains.
Wir stiessen bei Meile 290 auf den Parkway und genossen dort Meile um Meile bei gemütlicher Fahrt die Natur in ihrem farbenprächtigen Herbstgewand.

Wegen Renovationsarbeiten mussten wir einer Umleitung folgen und somit den Parkway kurzzeitig verlassen. In Sparta konnten wir uns dafür gleich ein Mittagessen besorgen. Zurück auf der Scenic Route überquerten wir bald die Staatsgrenze und befanden uns somit in Virginia. Genauer gesagt im Westen Virginias was Marcel sogleich nutzte um auf seinem iPhone einen speziellen Song abzuspielen. Das Raten an dieser Stelle dürfte nicht allzu schwer fallen, denn der Country Hit von John Denver dürfte allen bekannt sein. Passend dazu kam gleich das Blue Ridge Music Center, welches die Geschichte der Musik in dieser Region erzählt.

Nach dutzenden Meilen und Out-/ Overlooks später erreichten wir Roanoke, wo wir uns ein Bett und Abendessen suchten.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Heute nahmen wir die restlichen 122 Meilen des Blue Ridge Parkway in Angriff. Der erste kleine Trail beim Roanoke River war etwas entäuschend. Auch die noch anfänglich schwachen Farben der Blätter wurden mit den kurvigeren Strassen wieder bunter. Bei Peaks of Otter genossen wir den Sonnenschein entlang des Abbott Lakes. Weitere gute 20 Meilen nördlich kurz nach dem tiefsten Punkt (James River) gab es am Otter Lake eine Mittagspause. Gestärkt suchten wir uns einen farbenfrohen Baum und machten einige lustige Bilder. Als Synchronspringer wären wir beide nie auf einen grünen Zweig gekommen.

Am Ende der Country Road brachte uns dann aber die Interstate nach Hause 😉

PS: Meinen George habe ich übrigens in Charlottesville, VA in Umlauf gebracht.

 

John Denver – Take me home, Country Roads

Where is George – Currency Tracking Project

Wo ist George? An dieser Stelle vielleicht zuerst die Antwort auf die Frage wer ist George? Mit George ist in diesem Fall die 1 -Dollar Banknote mit dem Abbild von George Washington gemeint. Das Projekt “Where is George” http://www.wheresgeorge.com beschäftigt sich mit der Verfolgung von einzelnen US-Banknoten.

Where is Goerge

Gestern hatte ich nach dem Bezahlen des Mittagessens einen markierten 1-Dollar Schein erhalten. Neugierig wie ich bin habe ich am PC den Link geöffnet und mir das Projekt genauer angeschaut. Dabei wurde ich aufgefordert die Seriennummer und den Fundort meines markierten Scheines anzugeben. Die Daten werden gesammelt und zeigen die zurückgelegte Strecke von George.

Meiner wurde in Easley, South Carolina am 15. Juli 2010 markiert und zum erstem Mal registriert. In der Zwischenzeit hat er eine Stecke von 247 Meilen zurückgelegt. Alle Informationen über meinen Schein könnt ihr hier nachlesen. Da es erst der 3. Eintrag ist, ist die Reisegeschichte noch kurz und uninteressant. Ich plane ihn aber am kommenden Wochenende irgendwo in Virginia (wir planen einen Teil des Blue Ridge Parkways abzufahren) bei einem Einkauf weiterzugeben.

Wo ist George? Ich werde seinen Weg sicher weiterverfolgen.

Where is George Google Map

Eine äusserst interessante Story hat dieser George hinter sich. Fünf US-Budesstaaten und einmal Deutschland und eine amerikanische Air Base in Quatar.

Für andere Währungen gibt es das gleiche übrigens auch.
Kanada: http://www.whereswilly.com
Schweiz: http://www.cashfollow.ch/
Euro: http://www.eurobilltracker.com/

Kings Dominion

1. Oktober 2011

An diesem Samstag hatte ich mit 5 anderen, 3 von Red Hat und 2 anderen abgemacht und musste sogleich etwas feststellen. Die Schweizer Pünktlichkeit und die der Amerikaner sind zwei ganz unterschiedliche Dinge. Naja, eine kleine Verspätung ist ja vertretbar, aber nachdem ich abgeholt wurde mussten wir erst noch einen Boxenstopp im Starbucks Coffee machen und tanken gehen.
That’s the american way of live 😉

So starteten wir mit einer kleinen Verspätung unser Abenteuer. Unser Ziel war Doswell in Virginia mit einem Freizeitpark namens “Kings Dominion” etwa 180 Meilen nördlich von Raleigh. Die rund 3 stündige Fahrt verbrachten wir mit spannenden Diskussionen und Musik hören.

Beim Parkeingang gab es dann zuerst einen Security-Check und ich hatte natürlich mein kleines Schlüsselanhänger-Sackmesser dabei. Da kommst du ned rein …
Durfte dann natürlich doch rein, aber ohne Tool, was mach ich denn nur wenn eine Bahn repariert werden muss, selbst Mac Gyver hätte da keine Chance gehabt. Naja war zum Glück auch nicht nötig.

Anfangs begannen wir mit einer etwas gemütlicheren Achterbahn: der Rebel Yell. Dann steigerten wir uns bei der Shockwave auf einen Looping. Nach einem kurzen Mittagessen konnten wir dann gestärkt die beiden Flaggschiffe des Parks in Angriff nehmen. “Volcano, The Blast Coaster” ist ein Rollercoaster gebaut durch Intamin aus der Schweiz, welcher wie der Name schon verrät, im Vulkan startet. Dabei wird man schwups mal auf 122 km/h beschleunigt und verlässt seitlich einen Tunnel. Gefolgt von einer 200 Grad Rechtskurve erreicht man wieder im Vulkan die 2. Beschleunigungszone. Danach wird man senkrecht aus dem Vulkan katapultiert, gefolgt von Schrauben und Drehungen hat man 70 Sekunden später das Ganze überstanden. Die Frontreihe lohnt sich, da man alles sieht und das totale Feeling abbekommt.
Die grösste Bahn im Park ist der Intimidator 305 (Intamin, CH). Nach dem Einsteigen gehts 305ft (93m) hinauf gefolgt von einem 91m hohen und 85% steilen Fall, bei welchem man die Topgeschwindigkeit von 151km/h erreicht. In der anschliessenden Kurve drückt es einem das Blut aus dem Kopf und man bekommt fast einen kurzen Blackout oder zumindest einen Tunnelblick. Dies ist zuhinterst am stärksten, aber zuforderst siehst du wirklich wie steil das Ding ist. Manno, war das cool! Nach dreimal hatten wir dann genug und brauchten eine Verschnaufspause.

Diese verbrachten wir auf dem Eiffel Tower, einer Aussichtsplattform mit einem super Überblick über den Park.
Danach waren noch die anderen Rides : Grizzly, Anaconda, Dominator, Flight of Fear und natürlich wieder Volcano und Intimidator 305 an der Reihe. Um 21:30 Uhr verliessen wir den Park wieder und fuhren südlich Richtung Heimat.

Eine halbe Stunde später erreichten wir Richmond, wo wir in einer coolen, kleinen Bar namens “The Halligan” ein Abendessen zu uns nahmen. Die Bar war ausgestattet und dekoriert mit Feuerwehrutensilien. Das Highlight war ein ehemaliges Feuerwehrauto an der Wand und die Pumpkonsole wurde in einen Bierzapfhahnen umfunktioniert.
Nach leckeren Nachos, Baby Back Ribs und Fries und natürlich Bier machten wir uns um 23:30 auf den Heimweg. Ich redete mit Bryan (unserem Fahrer) fast die ganze Fahrt, damit wir beide nicht einnickten. Kurz vor Raleigh, hatte ich dann aber eine mächtige Kriese und freute mich nur noch auf mein Bett.

Es war ein langer, aber fantastischer Tag!

Ach ja, wieso baut eine Schweizer Firma die besten Achterbahnen der Welt, aber in der Schweiz gibt es keinen einzigen Park?!