Da das Wetter am Morgen immer noch nicht viel besser war, schliefen wir aus und gingen shoppen. Am Nachmittag genossen wir am False Creek ein paar Sonnenstrahlen und besuchten den Chinagarten.
Morgen können wir den Camper in Empfang nehmen. Deshalb verbrachten wir den Abend mit der Routenplanung für die nächsten paar Tage.
Bei Regenwetter traten wir die Überfahrt zurück auf das Festland an. Sie verlief ruhig. Wegen des schlechten Wetters liessen wir alle Outdoor Sehenswürdigkeiten im Norden von Vancouver links liegen. Im Museum of Anthropology begutachteten wir Kunstwerke der Westküstenindianer.
Am Nachmittag hörte es zu regnen auf. Wir fuhren an die Locarno Beach und machten ein paar Fotos von Vancouvers Skyline.
Nachdem wir unser Unterkunft für die nächsten zwei Tage bezogen hatten, brachten wir den Mietwagen zurück. In dieser Woche legten wir gesamthaft 1240 km zurück. Danach machten wir einen Abstecher nach Alaska. Im IMAX-Kino bewunderten wir die Landschaft und Tierwelt. Am Abend gingen wir Billard spielen und zum Abschluss des Tages in die Bar None.
Heute Morgen erwachten wir bei blauem Himmel mit Sonnenschein. Ein paar Wolken waren zwar zu sehen, aber die störten uns wenig. Wir packten unsere sieben Sachen zusammen und fuhren für das Frühstück mit Adele und Charly ins 50 km entfernte Comox. Mitten in einem schön gelegenen Golfclub gab es etwas zwischen die Zähne. Kurz vor dem Mittag verabschiedeten wir uns von den beiden und fuhren Richtung Nanaimo. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für die Gastfreundschaft!
Bei Qualicum Beach verliessen wir die Küstenstrasse Richtung Landesinnere. Die Little Qualicum Falls wollten wir schon auf dem Weg nach Tofino sehen, hatten aber keine Zeit. Dies holten wir jetzt nach. Nächster Abstecher war der Englishman River Park. Leider bedeckten die Wolken die Sonne und es war deutlich kühler als zuvor. Danach gab es im Dairy Queen einen Burger zur Stärkung bevor der letzte Streckenabschnitt auf Vancouver Island in Angriff genommen wurde. In Nanaimo suchten wir uns ein Motel in der Nähe des Fährenterminals Departure Bay.
Nach einer wohltuenden Dusche gab es Zopf und Ovomaltine zum Frühstück. Frisch gestärkt machten wir uns alleine auf den Weg. Es war bewölkt und regnete teilweise. Einen ersten Fotostopp gab es im Elk Fall Park. Die beiden Wasserfälle (Elk und Moose Falls) waren auf einem kurzen Trail erreichbar.
Weiter ging es dann in den Strathona Park. Entlang des Buttle Lakes führte uns die Strasse an diversen Sehenswürdigkeiten vorbei. Ein Parkwächter gab uns noch einen besonderen Tipp. Nach ca. 20 km hatte sich eine Adlerfamilie mit zwei Jungen auf einem Baum am Strassenrand eingenistet. Das Nest fanden wir ohne Probleme, aber die Adler waren alle ausgeflogen. Ein solches Foto wäre zu schön gewesen. Nach weiteren 15 km erreichten wir am Ende des Sees über einen kurzen, aber steilen Schnitzelpfad, die Myra Falls.
Auf dem Rückweg wollte Marcel noch ein paar Fotos von der schönen Landschaft schiessen und wandelte etwas abseits des Weges und sah prompt eine kleine Schlange. Sie erschrak genau so wie er und verschwand im nächsten Gebüsch. Auf der Rückfahrt begegneten uns am Strassenrand ein Reh, ein Eichhörnchen und ein uns unbekannter grösserer Vogel. Halb verhungert kehrten wir aus der Wildnis zurück nach Campbell River. In der Painter’s Lodge assen wir mit Adele und Charly bei Sonnenschein und blauem Himmel. Die Aussicht auf die Strait of Georgia und Quadra Island im Hintergrund war fantastisch. Beim Steg nahmen die Fischer ihren Fang aus und entsorgten den Fischabfall im Meer. Ein Seehund nahm diese Geschenke gerne entgegen und posierte als Gegenleistung vor der Linse. Auch ein Weisskopfseeadler war auf Beutefang. So viele Tiere in freier Wildbahn kriegt man bei uns selten zu Gesicht. Nach einem kurzen Abstecher zum Discovery Pier ging es dann wieder zurück an den Computer.
Nach einem super Frühstück mit Früchten und Pancakes im B& B machten wir uns gemütlich bereit für die Weiterfahrt nach Campbell River. Bevor wir losgefahren sind riefen wir noch bei Adele und Charly an und machten mit Ihnen zum Lunch ab. Auf der Küstenstrasse fuhren wir zwar ein wenig länger, dafür gab es die schönere Aussicht. Nach ein paar Kilometern sahen wir auf einem Baum einen Weisskopfseeadler, leider lag die Kamera nicht bereit und es hatte zu viel Verkehr. Ab diesem Zeitpunkt galt Marcels Aufmerksamkeit nur noch den Baumkronen. Etwas später hatte er nochmals 3 am Himmel entdeckt, aber bis die nächste Ausfahrt kam und der Feldstecher ausgepackt war, war keiner mehr da. Auf dem Parkplatz vor dem Restaurant Salmon Point bekamen wir dann per Zufall doch noch einen vor die Linse, yeah!
Adele und Charly trafen ein paar Minuten später auch ein und wir genehmigten uns nach der herzlichen Begrüssung eine kleinen Happen. Da das Wetter nicht so toll war beschlossen wir bei Ihnen zu Hause unser Gepäck abzuladen und machten das Gästezimmer bereit. Der Nachmittag verging schnell, es gab viel zu erzählen und wir zeigten Ihnen Fotos von der Schweiz und bekamen Impressionen von Kanada zu sehen. Am späteren Nachmittag fuhren wir dann zusammen an den Hafen und sahen uns die “kleinen” Hausboote an. Nach dem Nachtessen machten wir einen spontane Abstecher zu Liliane und Ron. Wir hatten Glück, Sie kamen vor ein paar Minuten mit dem Hund vom Spazieren zurück. Bei einem Glas Wein plauderten wir gemütlich in Schweizerdeutsch und Englisch miteinander. Kurz bevor wir gingen, führte uns Ron durch Ihr Haus und Iris war sofort hin und weg.
Unser heutiger Tag begann mit Regen. Super, und wir hatten für heute Whale Watching geplant. Nun gut, gingen wir halt erst mal frühstücken.
Auf dem Weg nach Tofino besserte das Wetter dann aber zunehmend. So fuhren wir direkt zu einem Touranbieter und reservierten uns Plätze für 12 Uhr. Nicht nur das Wetter, sondern auch das Wasser hatte sich bis zum Mittag hin beruhigt. So starteten wir unter ruhigen Bedingungen. Erster Stopp war bei Deadman´s Island, einer kleinen Insel, worauf sich seit ca. 15 Jahren ein Adlerpärchen eingenistet hatte. Wir hatten Glück und bekamen sogar einen zu Gesicht. Dann ging es weiter zu einigen Felsen, wo männliche Seelöwen ihr Revier haben (die Damen haben ihre eigenen Felsen). Einer kam gerade aus dem Wasser und stellte sich für uns in Pose. Jetzt wollten wir aber Wale sehen. Nach einer kurzen aber rasanten Fahrt aufs offene Meer hinaus, hatten wir wiederum Glück. Eine Buckelwalmutter (Humpback Whale) mit ihrem Jungen. Einziger Minuspunkt: ausgerechnet da fing es an zu regnen. Wir folgten den beiden eine Weile, bis sie keine Lust mehr hatten und unter uns wegtauchten. Die Suche ging von neuem los und wir wurden wieder fündig. Zum Schluss präsentierte sich uns sogar noch ein Orca. Juhui! Auf dem Rückweg machten wir noch einmal einen kurzen Stopp beim Adlerhorst. Diesmal sahen wir das Männchen, das Weibchen und ihr Jungtier. Wirklich majestätische Tiere.
Nach dieser fast dreistündigen Tour mussten wir nun langsam an den Rückweg denken. So machten wir nur kurze Fotostopps beim Long Beach und der Florencia Bay. Das Wetter wollte sowieso nicht mehr mitspielen und so fuhren wir ohne Reue weiter. Endlich Port Alberni erreicht, beschlossen wir bis Qualicum Beach durchzufahren. Dort fanden wir ein herziges Bed & Breakfast, wo alles perfekt war. Sogar das Trinkwasser konnte man hier trinken (sonst hat es ja immer diesen chlorigen Beigeschmack). Nach einem entspannenden Bad, legten wir uns erschöpft in die Kissen.
Heute standen wir nicht wegen dem Jetlag und auch nicht wegen der Möwen früh auf, Schuld war der Wecker. Wir hatten aber auch eine lange Fahrt vor uns. Unser heutiges Endziel hiess Ucluelet, welches über 300km entfernt lag. Heute war es wieder sonnig und bis zu 27 Grad heiss.
Erster Stop auf unserer Route war Chemainus. Dort gab es die sogenannten Murals zu sehen. Das sind Bilder auf Hausmauern, welche etwas über die Geschichte des Ortes erzählen.
Danach ging es weiter nach Parksville. Von Kathrin und Igor wussten wir, dass dort ein Sandskulpturen-Wettbewerb stattfand und man diese noch einige Tage besichtigen konnte. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen. Es war schon beeindruckend, was da so alles aus Sand gezaubert worden ist.
Nun mussten wir uns schon etwas beeilen, denn nach Ucluelet war es noch ein ziemliches Stück. So hielten wir nur kurz in Coombs bei einem Bauernmarkt, wo Ziegen auf den grasbewachsenen Dächern lagen.
Vor Port Alberni gab es noch eine weitere Sehenswürdigkeit, die uns interessierte. Der Regenwald im MacMillan Provincial Park mit Mammutbäumen im Cathedral Grove. Wir kamen uns winzig klein daneben vor. Der älteste Baum ist über 800 Jahre alt. Die Abkühlung im Wald tat gut, an der Sonne war es einfach zu heiss.
Danach ging es schnurstracks nach Ucluelet, wo wir unser Backpacker zum Glück bereits reserviert hatten. Die Odyssee des Tages begann aber erst hier. Im Backpacker war es möglich für $5 Wireless-Internet zu bekommen. Leider funktionierte keines der 8 Passwörter.So gingen wir erst mal essen. Leider mussten wir auf einen Tisch warten. Vor uns stand eine Frau mit ihren zwei Jungs an, sie bekamen den letzten Tisch. Da der Tisch für 6 Personen ausgelegt war, fragten Sie uns, ob wir uns zu ihnen setzen wollten. So kamen wir ins Gespräch und es wurde ein gemütliches Nachtessen.Danach versuchten wir auf dem Parkplatz vor dem Restaurant per wireless ins Internet zu kommen. Juhui, es klappte, leider nur 3 Minuten. Dann fuhren wir eine viertel Stunde im Ort herum, aber erfolglos. Einen letzten Versuch gaben wir uns noch erneut auf demselben Parkplatz wie zuvor. Und siehe da, derselbe Anschluss war wieder online. Die Zeit reichte um die Blogeinträge der letzten zwei Tagen zu veröffentlichen, dann war definitiv Schluss. Ausserdem ist es im Auto auch nicht so angenehm, aber auch diese Hürde meisterten wir.
Geweckt wurden wir heute morgen durch das Gekreische der Möwen. Wir sind ja schliesslich nicht weit vom Inner Harbour entfernt. So machten wir uns auf die Suche nach einer Frühstücks-Möglichkeit. John´s Place wurde uns empfohlen, also versuchten wir dort unser Glück. Kontinentales Frühstück gab es leider keines, dafür Pancakes und French Toast. Gestärkt machten wir uns bei Sonnenschein auf den Weg zum Inner Harbour, wo einige Luxus-Yachten vor Anker lagen. Erstes Ziel war das berühmte The Empress Hotel. Gleich nebenan steht das Legislative Building mit schöner Gartenanlage.
Danach fuhren wir mit dem Auto den Scenic Marine Drive entlang, wo wir auf den Start- bzw. Endpunkt des Trans Canadian Highway (TCH) trafen. Ein Foto des Kilometersteins “0” ist natürlich ein Muss! Entlang dieses Drives bewunderten wir traumhafte Villen mit herrlichen Gärten. Die Aussicht auf das felsige Ufer und die Olympic Mountains jenseits der Juan de Fuca Strait ist fantastisch. Hier zu Leben könnten wir uns gut vorstellen …
Im Westen von Victoria besuchten wir die alte Festungsanlage Fort Rodd Hill, welche bis 1956 militärisch genutzt wurde. Auf einer kleinen vorgelagerten Insel steht das erste ununterbrochen betriebene Fisgard Lighthouse, ein Leuchtturm der heute noch seinen Dienst tut.
Heute konnten wir unser 1. Mietauto in Empfang nehmen. Auf direktem Weg fuhren wir nach Tsawwassen, um die Fähre nach Swartz Bay (Vancouver Island) zu nehmen. Wir mussten allerdings 2h warten, da sehr viel Verkehr herrschte.
In Victoria angekommen, stoppten wir zuerst im Visitor Centre. Wir brauchten ja noch eine Unterkunft. Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten, fuhren wir auf den Fort Victoria Campground. Dort warteten Kathrin und Igor mit dem Abendessen auf uns. Wir verbrachten einen gemütlichen Abend miteinander. Da sie schon einige Tage auf Vancouver Island unterwegs sind, bekamen wir ein paar Tipps für unsere Reise.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, leider ohne Champagner, machten wir uns auf den Weg zum Stanley Park. Es war bewölkt, aber trocken. Nach einem ersten Foto vom beeindruckenden Clubhaus der Vancouver Ruderer besuchten wir das Vancouver Aquarium. Die grosse Anlage beherbergt unter anderem Delfine, Seelöwen und Otter, wobei die Hauptattraktion die Show der Belugas ist. In diversen Aquarien findet man neben heimischen Unterwasserleben auch tropische Artgenossen.
Dieser Besuch hat sich gelohnt.
Nach einem kurzen Regen, hat sich die Sonne ihren Weg durch die Wolken gebahnt. Das schöne Wetter nutzten wir zu einem Spaziergang entlang dem Promenadenweg im Park. Nach einigen Minuten kreuzten wir einen Platz mit mehreren wundervoll geschnitzten Totem Pfälen, wo wir einen Fotostopp einlegten und die Sonne genossen.
Am späteren Nachmittag machten wir das Pacific Shoppingcenter unsicher. Wir brauchten ja noch ein paar Dinge … Nach einem kuzen Abstecher zum Hafen war es Zeit für ein Nachtessen. Im 42. Stock des Top of Vancouver im Harbour Tower genossen wir die super Aussicht über die Stadt und ein sensationelles Abendessen.
Mit vollem Bauch schlenderten wir als Letztes durch Gastown und schauten uns die Steam Clock an bevor es wieder Richtung Hotel ging.
Herzlichen Dank an alle, die mir in irgendwelcher Form zum heutigen Geburtstag gratuliert haben.