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Die Keys – von Key Largo nach Key West und zurück

Sonntag, 25. Dezember 2011

Voller Vorfreude auf Sonne, Palmen und Sandstrände machten wir uns am Weihnachtsmorgen auf nach Key West. In Key Largo fielen dann jedoch die ersten Tropfen vom Himmel – das haben wir so nicht gebucht!
Obwohl der Regen nur von kurzer Dauer war, war der Himmel lange Zeit grau und dunkel. So machten wir fast keine Stopps und fuhren mal langsamer, mal schneller ans Ende des Oversea-Highways.
Als wir im Hotel eincheckten liess sich die Sonne doch noch blicken. Wir entschlossen wenigstens den Hotelpool zu geniessen. Knappe 40 Minuten später regnete es wieder …
Frisch geduscht schlenderten wir am Abend durch die Gassen auf der Suche nach einem feinen Restaurant. Nebenbei schauten wir uns die Schaufenster entlang der Duval Street an. Schliesslich fanden wir ein hübsches Restaurant mit Terrasse und dank den noch immer warmen Temperaturen konnten wir gemütlich draussen sitzen. Der Fisch und das Poulet waren lecker, das Filet Mignon jedoch nicht so schmackhaft.
Zum Dessert gab es die Ortsspezialität: Key Lime Pie und als Abschluss gönnten wir uns in einer kleinen Bar einen Cocktail.

Montag, 26. Dezember 2011

Nach dem Frühstück ging es auf Erkundungstour in Key West. Der Southernmost Point (90km von Kuba entfernt), das Haus von Ernest Hemingway und die Meile Null des US Highways Nr. 1. Ein kurzer Abstecher zum Hafen und Souvenir-Shopping gehörten auch noch dazu.
Auf dem Rückweg nach Key Largo machten wir einige Stopps an Stränden und Brücken. Neben der Aussicht konnten wir einen Leguan beim Sonnenbaden bewundern und erblickten sogar einen toten Baby-Hammerhai am Strand.
Mittagessen: beim Burger King holten wir unseren gratis Whopper ab, dank zuvor ausgefüllter Kundenumfrage – gewusst wie!

Das Highlight des Tages waren die super Hotelzimmer im Hampton Inn.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Tagwacht war heute früher als normal. Patrick und Marcel wollten tauchen gehen. Nach dem Frühstück fuhr Iris die Beiden zum Tauchboot. Nach 20 Minuten anstehen dann die grosse Enttäuschung. Weil Patrick seit über 2 Jahren nicht tauchen war, durfte er nicht an Board, trotz vorheriger Reservation mit diesen Angaben. So beschlossen wir zurück zum Hotel und den Strand anstatt die Unterwasserwelt zu geniessen. Ein wenig entschädigt wurden wir mit der Sichtung 3er Manatis (Seekühen) und einem Delfin.
Nach Sonnenbaden und Lesen nahmen wir eine Abkühlung in der Bucht und fuhren am späteren Nachmittag nach Fort Lauderdale in die Outlet Shopping Mall und brachten die Kreditkarten zum Glühen. Naja, so schlimm waren wir gar nicht 😉

Christmas à la USA

Weihnachten bei 27 Grad unter Palmen am Sandstrand ist mal was anderes 🙂

Seit 6 Wochen hört man im Radio von “Frosty the Snowman” bis “Rudolph the red nosed reindeer”, die typische Weihnachtshits. Die Häuser sind schön dekoriert und im Garten stehen unmengen bunte Figuren und Lichterketten hängen an den Palmen und unter den Dächern.
Strom sparen Fehlanzeige … aber schön ist es trotzdem.

Big Cypress Nat. Preserve + Everglades Nat. Park

Freitag, 23. Dezember 2011

Ausgeruht nach einer gemütlichen Woche in Naples ging es als erstes nach Everglades City. Dort machten wir eine Airboat Tour durch die Mangroven und sahen Alligatoren, Blaukrabben und Pelikane.

Im Visotor Center des Big Cypress National Preserve holten wir uns einige Tipps und fuhren einen 17 Meilen Offroad-Loop. Zu bestaunen gab es dutzende Alligatoren unterschiedlicher Grössen, Schildkröten und viele Vogelarten.
Nach dem Picknick stoppten wir beim kleinsten Postamt der USA in Ochopee. Ausser von Touristen wird dort wohl kaum Post versandt …

Im Shark Valley (Everglades National Park) machten wir den letzten Stopp des Tages. Wir wollten uns eigentlich Fahrräder ausleihen um den 12,5 km langen Weg zum Aussichtsturm zurückzulegen. Leider wurde daraus nichts, da wir angeblich zu spät waren und sie uns nicht glaubte, dass wir die Strecke in 2,5 h schaffen würden. Die faulen Amis halt …
So schlenderten wir ein wenig dem Kanal und einem Trail entlang und entschlossen uns bei einer Rangerführung mit zu gehen. Die 45 Minuten Tour war sehr informativ und wir erfuhren einiges über die Flora und Fauna in den Everglades. Eine kleine Schlange kreuzte auch noch unseren Weg.

Dann ging es noch ins Motel nach Florida City und Abendessen. Neben dem Fotoaussortieren besprachen wir den morgigen Tag und gönnten uns eine erfrischende Dusche bevor wir erschöpft ins Bett krochen.

 

Samstag, 24. Dezember 2011

Kurz nach dem Parkeingang sahen wir einen Weisskopfseeadler, welch ein glücklicher Zufall. Dann fuhren wir ohne Halt durch bis Flamingo. In der Bay sahen wir ein seltenes amerikanisches Krokodil und beobachteten einen Fischadler beim Nestbau.
Anschliessend mieteten wir ein Kanu und paddelten den Bottonwood Canal entlang bis zur Coot Bay (See). Anfangs im Zick-Zack dann etwas koordinierter 😉
Ausser einem Mini-Alligator sahen wir nichts bis zum See, dort genossen wir dann unsere Subway-Sandwiches und gleiteten gemütlich zurück zur Marina.

Auf dem Rückweg machten wir 3 Stopps und machten dort verschiedene Trails. So konnten wir die Everglades und die Tierwelt nochmals so richtig geniessen.

Sun and Fun in Naples

16. bis 23. Dezember 2011

Ferien während den Ferien! Nach den anstrengenden Reise- und Park-Tagen genossen wir nun eine Woche gemütlich in unserer Villa Luisa am Pool mit lesen, spielen, baden und relaxen. Ausflüge an den Vanderbilt Beach oder den Sonnenuntergang am Pier von Naples durften jedoch nicht fehlen. Sogar ein Delfin und dutzende Pelikane bekamen wir zu Gesicht.

Am Abend kochten wir jeweils gemeinsam und auch der Grill war fast jeden Tag in Betrieb. Von Rib-eye Steaks, Poulet, Fisch und Krabben bis zum teuren Kobe-Beef wurde alles gegrillt und genüsslich verspiesen.

Am Donnerstag, 22. Dezember gab es zwei speziell erwähenswerte Dinge. Erstens hatte Patrick Geburtstag, was wir natürlich mit Lachs und Champagner feierten.
Und: Marcel wollte einen Adrenalin-Kick anderer Art als auf den Achterbahnen erleben und löste sein Geburtstagsgeschenk von Iris ein – Fallschirm springen! Es war unglaublich, eine tolle Erfahrung, aber die 60 Sekunden freier Fall aus 13’000 ft (3962 m) und anschliessenden ca. 5 Minuten am Fallschirm waren ruck zuck vorbei.

Ausgeruht geht es nun weiter in die Everglades auf Alligatorenjagd 🙂

The Outer Banks

Am heutigen Black Friday stürmten alle Amerikaner in die Einkaufszentren, um von den Sonderrabatten zu profitieren. Nur wir fuhren zur Küste. Zumindest schien es so, denn wir hatten fast keinen Verkehr, was die 3,5 stündige Fahrt zu den Outer Banks sehr angenehm machten.

In Manteo, wo im 16. Jahrhundert die ersten Engländer eine Siedlung gründeten und danach spurlos verschwanden, holten wir uns im Visitor Center eine Karte und Tips. Es wird vermutet, dass “The lost colony” von Indiandern umgebracht worden ist.
Wir fuhren über die Brücke auf den vorgelagerten Naturdamm aus Sand – die Outer Banks. Sie sind auch bekannt als “Friedhof des Atlantiks”, da in den vergangenen Jahrhunderten tausende Schiffe sanken oder im WWII versenkt wurden.

Zuerst ging es südwärts zum Bodie Island Lighthouse und weiter durch das Pea Island National Wildlife Refuge, wo hunderte verschiedene Vogelarten leben und teilweise aus dem Norden überwintern.
Danach sahen wir einige Bruchbuden und zerstörte Strassenabschnitte von vergangenen Hurricanes und erreichten das imposante Hatteras Lighthouse.
Dieses wurde 1870 erbaut und ist das höchste Lighthouse Nordamerikas. Für die 63m wurden ganze 1,2 Millionen Ziegelsteine benötigt.
Eindrücklich ist im Visitor Center ebenfalls der Film über die Verschiebung des Leuchtturmes im Jahre 1999 um 150m landeinwärts. Da der Turm nicht grossen Erschütterungen ausgesetzt werden durfte, musste er sachte angehoben und langsam verschoben werden.

Hier machten wir kehrt und fuhren 60 Meilen nördlich nach Nags Head, die grösste Ordschaft auf den Inseln. Nächster Stop war im Jockey’s Ridge State Park um die grösste Sanddüne der amerikanischen Atlantikküste zu besichtigen. Die Höhe variert zwischen 25 und 35m, weil der Wind den Sandhügel ständig verändert. Ein beliebtes Ausflugsziel vieler Familien um dort ihre Deachen steigen zu lassen oder per Bob, Schlitten oder auf dem Surfbrett runter zu schlitteln.

Als nächstes besuchten wir das Wright Brother National Memorial. Dort haben am 17. Dezember 1903 die Brüder Orville und Wilbur Wright Fluggeschichte geschrieben, als sie mittels motorisierten Eigenbau dem “Flyer” 36m in der Luft überwanden.

Letzter Halt war beim Currituck Beach Lighthouse wo wir einen farbenprächtigen Sonnenuntergang bewundern durften.

Nach einem schönen, aber schliesslich doch langen und anstrengenden Tag erreichten wir um 22:30 Uhr unser Appartment in Raleigh.


 

NHL Game – Carolina Hurricanes vs. Pittsburgh Penguins

Samstag, 12. November 2011

Dank dem Geburtstagsgeschenk von Sabi und Bäri durften wir nochmals ein NHL Game besuchen. Heutiger Gast waren die Pittsburgh Penguins.
Marcel wünschte sich 10 Goals und Iris eine berüchtigte Schlägerei für die Partie. Unsere Plätze, dieses Mal im 3. Level, boten super Sicht aus einem steileren Winkel auf das ganze Spielfeld. Die Zuschauer sorgten schon vor dem Spiel für beste Stimmung im Stadion und waren an diesem Samstag zahlreicher vertreten als normalerweise unter der Woche.

Nach der mittlerweile bestens bekannten Anfangszeremonie startete das Spiel furios und das Heimteam markierte nach 82 Sekunden den ersten Treffer (Jeff Skinner).
Kurz darauf flogen die Fäuste auf dem Eis. Dies war übrigens die erste Schlägerei, die wir live in Nordamerika sahen. Das Spiel war lanciert und unsere Wünsche schienen in Erfüllung zu gehen. 🙂

Danach flaute das Spiel ein wenig ab, blieb zwar stets spannend auf beiden Seiten, aber das letzte grosse Highlight im 1. Drittel war die Massenschlägerei, wonach die Strafbank beider Teams mit jeweils 3 Spielern gut gefüllt war.

Die nächsten 15 Minuten waren etwas lahm bis sich Tuomo Ruutu ein Herz fasste und gleich 2 mal für die Canes einnetzte. Pittsburgh, nach diesem Doppelschlag etwas frustriert, provozierte die 3. Prügelei – awesome!

In der Kabine fand dann der Trainer der Penguins anscheinend die richtigen Worte, denn nach 52:18 Minuten Spielzeit war das Score wieder ausgeglichen 3:3 (2x Jordan Staal, Chris Kunitz). Der so sicher geglaubte Sieger wankte, fand aber wieder in die Partie zurück und ging erneut in Führung: 4:3 durch Eric Staal. Chad LaRose erhöhte in der 57:30 Minute zum 5:3 – nur noch 2 Tore und beide Ziele wären erreicht.
Leider verpassten es die Canes während den letzten eineinhalb Minuten das leere Goal zu treffen, aber es war trotzdem ein sensationelles Game und das bisher beste, dass wir erleben durften.

Herzlichen Dank den edlen Spendern für die Tickets!

NHL Game – Carolina Hurricanes vs. Tampa Bay Lightning und Sex-Trivia

Dienstag, 1. November 2011

Eigentlich wollten wir uns einen gemütlichen Abend machen nach den letzten Tagen. Am Morgen wurden mir aber 2 Tickets für das Hockeyspiel in der Box angeboten Da kann man schlecht nein sagen 🙂
Es wird schon fast zur Gewohnheit: beim 5. Heimspiel bereits zum 3. Mal im Stadion …
Das Spiel war spannend und die Canes gewannen am Ende 4:2 gegen die Gäste aus Tampa Bay.

Colin (mein verantwortlicher Manager) war mit seinen Nachbarn ebenfalls in der Box und fragte uns, ob wir nach dem Spiel noch auf ein Bier in eine Bar kommen würden. Warum eigentlich nicht, dachten wir und bereuten es am Ende nicht.
Neben Fingerfood und Bier hatten wir die Gelegenheit etwas Neues kennen zu lernen. Hier ist es anscheinend gang und gäbe Trivia (Ratequiz) zu spielen. Das heutige Thema war Sex und es wurde lustig. In der ersten Runde wurde eine Behauptung aufgestellt, die mit “wahr” oder “falsch” beantwortet werden musste, dann in der 2. Runde “Mann” oder “Frau”. Unser Gruppe war sich nicht immer einig und es führte zu viel Gelächter und witzigen Kommentaren. Anschliessend wurde es schwieriger da nun eine Prozentzahl erwartet wurde und zum Schluss noch was 2 Personen gemeinsam haben. Leider wurde unser Team 3. Letzter. Spass hat es aber trotzdem gemacht.

Halloween

Montag, 31. Oktober 2011

Heute war Halloween – der Tag des Grauens, der Verkeidung und “trick or treat”.

Im Büro wurde viel dekoriert und einige Mitarbeiter kamen sogar in Kostümen zur Arbeit. Sonst haben wir leider nicht sehr viel mitgekriegt, denn dekorierte Häuser haben wir praktisch nicht gesehen und die berühmten Halloween-Parties waren leider alle am vergangenen Wochenende. So gab es wenigstens noch ein Pumpkin-Beer am Abend.

NHL Game – Carolina Hurricanes vs. Ottawa Senators

Dienstag, 25. Oktober 2011

Erst am Morgen erfuhren wir von unserem Glück. Ich hatte 2 Tickets für das Eishockey-Spiel am heutigen Abend in der Red Hat Box erhalten. Da es noch ein zusätzliches Ticket hatte wurde ich noch angefragt, ob ich es brauchen könne. Ich sagte ohne zu zögern zu und fragte in meinem Team ob wer Interesse hätte. Normalerweise ist es kein Problem ein Gratis-NHL-Ticket loszuwerden. Da es jedoch sehr kurzfristig war, dauerte es diesmal ein bisschen länger. Jeremy (vom Linux Team) sagte zu und wir fuhren am Abend zusammen zum RBC Center. Da wir einen VIP-Parkingpass erhalten hatten durften wir direkt vor dem Eingang parkieren, toller Service.

Die Red Hat Box (Suite 129C) ist eine grosszügige Loge mit 10 Ledersitzen und einer Bartheke mit 5 Plätzen, alle mit super Sicht auf das Spielfeld. Im hinteren Teil sind nochmals 4 Ledersitze mit Salontisch, 2 Fernseher und eine kleine Küche mit Getränkekühlschrank. Dieser blieb heute Abend aber leider geschlossen.
Nachdem wir uns mit Essen und Bier eingedeckt hatten, (ich hatte aus meinem Fehler in DC gelernt und den Pass eingepackt, den hier niemand sehen wollte …) machten wir es uns in der noch leeren Loge gemütlich. Die andere Red Hat Mitarbeiter und Kunden kamen erst kurz vor dem Spiel.

Heute waren die Ottawa Senators zu Gast und deshalb wurde vor dem Anpfiff zuerst die kanadische und dann die amerikanische Hymne gesungen. In der Schweiz gibt es nicht mal unsere zu hören, Schande. Iris’s Herz schlug heute für die Senators. Der Anfang (O Canada! Our home and native land!) stimmt zwar nicht wirklich, aber seit unserer Kanada-Reise im 2007 ist es irgendwie doch unsere 2. Heimat.
Da wir als schweizer Paar neutral sein sollten, fante ich für die Canes 😉

Das Spiel war Anfangs relativ unspektakulär. Die Canes konnten trotz Überlegenheit kein Tor schiessen und die Senators schienen nicht zu wollen. Im Mitteldrittel gelang den Gästen dann aber doch die Führung und das 0:2. Da Iris nach jedem Tor jubelte und in der Loge die Einzige war, kamen wir schnell ins Gespräch mit den Anderen. Nach der Bekanntgabe unserer schweizer Herkunft wurde Iris verziehen und wir waren gefragte Gesprächspartner. Die beiden Tore für das Heimteam brachten dann die gute Stimmung zurück und bescherte uns eine Overtime plus anschliessendes Penalty-Schiessen.
Zuletzt konnte Iris sich doch freuen und der Rest war mit nur einem Punkt etwas weniger zufrieden.

Anschliessend brachten wir Jeremy zurück und fuhren noch nach Downtown ins Fliying Saucer, bekannt für die grosse Bierauswahl. Colin und 3 weitere Red Hatter waren noch dort, Bryan verpassten wir leider um wenige Minuten. Bis Mitternacht plauderten wir dann noch mit den anderen und probierten 2 von 375 Biersorten.