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Torrey – Grand Staircase-Escalante National Monument – Bryce Canyon NP – Tropic

Am Morgen verliessen wir das 150 Seelen-Nest Torrey und fuhren Richtung Süden. Beim Grand Staircase-Escalante National Monument folgten wir einige Meilen dem Burr-Trail. Die Strecke führte uns durch den Long Canyon, welcher mit den roten Felsen eindrücklich aussah.
Zurück auf der Hauptstrasse #12 bogen wir erneut bei der Hole-in-the-Rock Road ab. Dieser Schotterweg (Dirt Road) sollte angeblich bis zu den Devils Garden landschaftlich sehr schön und einigermasen gut befahrbar sein. Für die 13 Meilen brauchten wir jedoch 40 Minuten und kamen gut geschüttelt beim Parkplatz Devils Garden an. Die Umgebung dort ähnelte dem Goblin Valley, obwohl dieses grösser und schöner war. So machten wir nur einen kurzen Halt und quälten unseren Wagen wieder zur Hauptstrasse zurück. Ach ja, die Landschft war nichts besonderes.

Nun fuhren wir direkt nach Tropic, einem kleinen Dorf 11 Meilen vor dem Bryce Canon NP. Um 14 Uhr checkten wir im Motel ein und entschlossen uns den Nachmittag im Bryce Canyon NP zu verbringen. Dort besuchten wir alle Aussichtspunkte im ganzen Nationalpark und staunten über die skurillen Felsformationen im Sonnenschein. Leider waren wir für einige Viewpoints zu spät (Sonnenstand), aber wir haben ja noch den ganzen morgigen Tag Zeit.

Am heutigen Tag haben wir zudem jede Menge Tiere gesehen: Truthähne, Hasen, Raben, Pronghorns und Mule Deers, neben den üblichen Chipmunks (Streifenhörnchen).

Capitol Reef NP

Heute Morgen fuhren wir als erstes den Scenic Drive im Nationalpark ab. Die Felsen hier sehen aus wie ein Küstenriff daher trägt der Park seinen Namen.

Beim Capitol George entschlossen wir einen kurzen Trail durch die Schlucht zu ein paar Wasserlöchern zu unternehmen. Im Schatten mit dem starken Wind war es frisch und in der Sonne wurde es sehr heiss. Die sogenannten Tanks waren nicht so spektakulär wie erhofft.
Danach ging es weiter zum Grand Wash, wo der Cassidy Arch steht. Der Anblick vom Aussichtspunkt reichte uns. Denn im Arches NP haben wir weitaus schönere Felsbogen gesehen.
In der Nähe des Visitor Centers hatte es eine Fruchtplantage mit Kirschen und Äpfeln zum Selberpflücken. Da deckten wir uns für die nächsten Tage ein und fuhren weiter zu den Petroglyphs. Am Felsen hatte es mehrere Wandzeichnungen der Fremont Indianer und Mormonen.
Am Nachmittag parkten wir beim Fremont River. Iris blieb bei den Picknick-Tischen am River zurück, da die Wanderung zur Hickman Bridge mit ihrer Erkältung bei dieser Hitze zu anstrengend gewesen wäre. So machte Marcel sich alleine auf den Weg. Trotz der Hitze und ein paar Kletterpartien hat sich die Aussicht auf die Felsbrücke und das Tal mit dem River gelohnt.

Den Sonnenuntergang sahen wir vom Sunset Point aus. Oder eben nicht, denn wahrscheinlich wäre jeder Ort im Park besser gewesen als der Sunset Point, da ein Bergkamm die Abendsonne verdeckte. Naja, wir haben ja genug kitschige Fotos geschossen …

Arches NP – Goblin Valley – Torrey

Heute hiess es Abschied nehmen von dem wundervollen B&B. In einer solchen Unterkunft ist halt doch alles viel persönlicher als in einem Motel. Schon beim Frühstück hatten wir gute Gespräche mit Leuten aus der ganzen Welt.

Zuerst machten wir noch einmal einen kurzen Abstecher in den Arches NP. Wir wollten unbedingt noch die Window-Section sehen. Hier war der Weg angenehm breit und eben und ging über Treppenstufen etwas bergauf. Auch für weniger sportliche Leute einfach zu bewältigen und ein famoser Anblick dazu.

Dann hiess es Freeway und Interstate fahren. Landschaftlich nicht gerade der reizvollste Abschnitt, aber notwendig. Wir gönnten uns einen kurzen Abstecher ins Goblin Valley. Erstaunlich wie viele dieser kleinen “Kobolde” (aus Sandstein) dort rumstehen. Nach einem kurzen Rundgang und ein paar Fotos ging es durch den Capitol Reef NP weiter nach Torrey. Den Park heben wir uns aber für morgen auf.

Arches NP

Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns gut gestärkt auf zum Arches NP. Wir beschlossen gleich bis in den hintersten Teil des Parkes zu fahren. Dort machten wir im sogenannten Devils Garden eine Wanderung von 6,8km. Zuerst war der Weg bequem angelegt, doch dann ging die Kletterei über die Felsen los. Der kurze Krampf lohnte sich aber allemal. Wir bekamen wunderbare Arches zu sehen. Den kürzlich zusammengebrochenen Arch “The Wall” sahen wir übrigens auch bzw. die Überreste.

Nach einer kurzen Pause fuhren wir zum schönsten aller Arches zum “Delicate Arch”. Diesen bekamen wir natürlich auch nicht einfach so zu Gesicht. Diesmal ging es für 40 Minuten steil bergauf (im Visitor Center sagen die 1,5 – 2h!). Der Anblick entschädigte für alles. Wir blieben bis zum Sonnenuntergang und kehrten dann ins B&B zurück.

Page – Monument Valley – Mesa Verde NP – Moab

Da wir uns gestern abend spontan zu einer Routenänderung entschlossen hatten, hiess es heute früh aufstehen. Um 6.30 Uhr waren wir bereits on the road. Unser erstes Etappenziel war das Monument Valley. Wir verzichteten auf die sündhaft teure geführte Rundtour und erkundeten den Park mit unserem eigenem Wagen (schliesslich hat der 4WD). Nach etwa 2 Stunden holpriger Fahrt hatten wir dann genug von den Felsen, welche sehr eindrücklich sind.

So fuhren wir weiter zum Mesa Verde NP. Dieser Routenteil war der spontan eingeführte Teil. Es lohnte sich aber. Die Strasse führte uns immer mehr in die Höhe auf ein Hochplateau. Leider hatte es hier vor ein paar Jahren gewaltige Brände gegeben, wodurch sehr viele Tannenskelette rumstehen. Die Landschaft hat aber dennoch seinen Reiz. Dann endlich kamen wir zu den in den Fels gebauten Steindörfern der Anasazi. Es ist schon beeindruckend was die alles erschaffen haben.

Nun mussten wir uns aber endlich Richtung Moab wenden, denn es war spät geworden. Die halbe Strecke mussten wir im Dunkeln zurücklegen. Mit unserem Hostvater vereinbarten wir, dass wir zuerst noch essen gehen. Wir fanden eine Stadteigene Brauerei, wo wir zu gutem Bier ein herrvoragendes Sparerib verspeisten. An der Bar kamen wir auch gleich mit einem Paar aus Salt Lake City ins Gespräch und bekamen einige Tips für unsere weitere Reise.
Endlich in unserem Bed & Breakfast angekommen, wurden wir wärmstens empfangen. Das Haus ist riesig und mit vielen Details wunderbar eingerichtet. Man kann es nicht beschreiben, man muss es sehen …

Antelope Canyon und Lake Powell

Heute gönnten wir uns einen Ruhetag was das Autofahren betraf. Um 8.30 Uhr startete unsere geführte Tour zum Antelope Canyon. Die Strasse zum Upper Canyon war schon ein kleines Highlight für sich. Wir fuhren auf Sand und es holperte recht zünftig (wie wenn bei uns der Schnee nicht weggeräumt wird). Dann passierte es plötzlich, wir steckten fest. Unser Fahrer hebelte und versuchte alles, doch wir kamen keinen Meter mehr weiter. Natürlich hatten wir auch kein Handy-Empfang. Glücklicherweise kam nach kurzer Zeit ein anderer Wagen vorbei. Dieser lud dann einen Teil von unserer Gruppe auf. Mit dem leichteren Gewicht klappte es dann auch mit unserem Wagen wieder.
Der Canyon besteht aus Sandstein und wurde durch Erosion in Jahrzehnten ausgewaschen. Dadurch entstanden diverse Rillen. Bei Sonneneinstrahlung erstrahlt der Stein dann in den schönsten Rottönen. Für die perfekten Lichteinfälle waren wir zwar etwa 1 Stunden zu früh dran, dafür hatte es fast keine anderen Touristen. So konnten wir uns Zeit lassen mit den Fotos. Unser Führer, ein Navajo-Indianer, hatte eine Flöte dabei, deren Klang in der Stille des Canyons wunderschön tönte.

Nach der Tour fuhren wir zurück ins Hotel, wo waschen angesagt war. Gleichzeitig konnten wir die Fotos sortieren.
Am Nachmittag machten wir auf Amerikaner und fuhren in einen anderen Bundesstaat um zu Baden. Das hiess wir fuhren nur 10 Meilen zum Lake Powell, aber nach Utah. Page und ein kleiner Teil des Lake Powells liegt in Arizona. Beim Lone Rock genossen wir ein erfrischendes Bad und chillten ein wenig. Alles in Allem ein Easy-Day. Das Nachtessen gab es in einem kleinen mexikanischen Restaurant. Die Fajitas waren mega fein.

Heliflug über den Grand Canyon – Page

Blauer Himmel mit einigen Wolken und die Sonne schien an unserem zweiten Tag beim Grand Canyon. Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Grand Canyon Airport. Da wir zu den kleineren und leichteren Fluggästen gehörten durften wir auf einen der vorderen Sitze im Helikopter platz nehmen. Zuerst flogen wir über den grossen Wald entlang des südlichen Hochplateaus (South Rim). Dann kam der grosse Moment als wir in den Canyon hinein tauchten – ein uneschreibliches Gefühl und total überwältigend! Anschliessend flogen wir über den Grand Canyon zum North Rim und wieder zurück zum Airport. Diese 45 Minuten war beeindruckend und jeden Dollar wert. Der Grand Canyon ist zu recht eines der 7 Naturwunder der Erde.

Wieder am Boden angekommen fuhren wir über den Ostausgang des Nationalparks wobei wir noch ein paar Stops einlegten. Auch am Rand des Canyons ist die Sicht super, aber nicht mehr so beeindruckend wie aus dem Heli. Wie auch am Tag zuvor sahen wir Tiere in der nähe der Strasse. Gestern waren es Rehe und heute ein Koyote.

Nun führte uns unsere Route nach Page am Lake Powell durch das rote Land. Dort angekommen hiess es Motel beziehen, Einkaufen, Tanken und die geführte Tour zum Antelope Canyon für den kommenden Tag buchen. Nachdem wir dies erledigt hatten, fuhren wir zum 3 Meilen entfernten Horseshoe Bend. Vom Parkplatz aus musste man noch 800 Meter über einen Hügel laufen und sich so den wuderschönen Anblick verdienen.
Dieser Ort ist bestens bekannt, da sich dort der Colorado River hufeisenförmig um den Fels schlängelt. Als angemesser Abschluss des perfekten Tages genossen wir dort den Sonnenuntergang.

Über die Route 66 zum Grand Canyon

Heute morgen konnten wir den Sonnenaufgang beim Frühstück erleben. Um 7.20 Uhr machten wir uns frisch gestärkt und mit aufgefülltem Tank auf den langen Weg zum Grand Canyon. Die Strassen sind so, wie man es sich vorstellt: schnurgerade und endlos lang mitten durch die Wüste. Allerdings war es zwischendurch auch etwas hügelig. Bei Topock verliessen wir den Highway, um auf der Route 66 weiterzufahren. Unser Reiseführer hat uns nicht zu viel versprochen: diese Strecke ist wirklich sehr reizvoll.

In Oatman machten wir einen längeren Stop, um das kleine Westerndorf mit seinen vielen Shops zu besichtigen. Auf der Strasse hat es unzählige Esel, die gierig auf die Rüeblis der Touristen warten. Da wir uns diese Investition sparten, konnten wir relativ unbehelligt durch die Strasse schlendern. Andere Touristen wurden regelrecht verfolgt. Da half auch wiederholtes “NO”-Rufen nichts – im Gegenteil. Ein amüsanter Anblick….

Weiter ging es durch bergige Landschaft an Felsen und Kakteen vorbei. Wir fühlten uns richtig wohl beim Fahren, da es eine wunderbar kurvige Strecke war. An alle Töff-Fahrer: diese Strecke wäre ein Träumli!

Gegen 17 Uhr trafen wir endlich in Tusayan ein, wo wir zuerst das Visitor Center aufsuchten und dann unser Zimmer bezogen. Nach kurzem Umziehen (wärmere Sachen) fuhren wir bereits wieder los zum Grand Canyon. Bei Mather Point wollten wir uns den Sonnenuntergang ansehen. Dieser war dann aber leider nicht so toll wie der gestrige. Ausserdem windete es sehr stark und daher war es auch ziemlich kühl. Allerdings muss man beachten, dass wir uns auf 2000m Höhe befanden. Wir sind jetzt schon auf den morgigen Tag gespannt.

San Diego Wild Animal Park – Joshua Tree NP

Heute Morgen verliessen wir San Diego Richtung Norden und fuhren ca. 50 km zum San Diego Wild Animal Park nahe Escondido.
Die Parkanlage ist wunderschön angelegt und hat riesige Gehege für alle möglichen Tierarten aus dem afrikanischen Kontinet. Das nennt man artgerechtere Haltung.
Dank dem herrlichen Wetter brannte die Sonne fast unerträglich, so dass wir von einem Schattenplatz zum Nächsten hüpften. Die moniterten Wasserduschen waren auch immer willkommen. Trotz der Hitze liefen wir den ganzen Park ab, obwohl es auch hier ein Rundkurs per Bus gegeben hätte. Manchen Tieren war es ebenfalls zu heiss, weshalb wir sie vergebens suchten. Trotzdem war es ein schöner Abstecher der sich gelohnt hat.

Nach einem kurzen Mittagessen fuhren wir zu unserem nächsten Ziel “Twentynine Palms”. Diese Ortschaft befindet sich neben dem Joshua Tree National Park (NP). Auf der Fahrt kamen immer mehr Wolken auf, nichts ungewöhliches denn wir überquerten die erste Bergkette. Nach dem Einchecken im Hotel gings zum nahe gelegenen Visitor Information Center des Parkes. Wir hatten Glück, denn es hatte nur noch 8 Minuten geöffnet. So konnten wir uns eine Karte vom Park ergattern und erfuhren das der Sonnenuntergang um 18:48 Uhr sein sollte. Kurz nachdem wir den Parkeingang passierten fing es an zu Regnen. Nach wenigen Minuten war es aber auch schon wieder vorbei und wir genossen die schöne Landschaft der Halbwüste mit Millionen von Joshua Trees (Yucca´s) und eigenartigen Felsformationen. Als Krönung des Tages durften wir trotz Wolken einen atemberaubenden Sonnenuntergang erleben.