New York

25. Mai 2009

Die Fahrt zum Flughafen Pittsburgh kostete uns diesmal einige Nerven. Zuerst einmal kam der Shuttlebus eine halbe Stunde zu spät. Dann fuhr er erst nach Downtown (also in die genau entgegen gesetzte Richtung), wo das Verkehrsaufkommen natürlich sehr gross war. Auf der Rückfahrt stellte unsere Fahrerin dann fest, dass sie eigentlich gleich noch die Gäste abholen könne, welche eine Stunde später als wir zum Flughafen wollten. Also noch einmal zurück ins Hotel und dann endlich, endlich zum Flughafen.
Dort angekommen konnten wir dann nicht schnell selber einchecken, da die Maschine uns nicht im System hatte. Dies bedeutete, dass wir in einer Schlange anstehen durften, wo das Personal zum Einchecken nicht gerade am Schnellsten arbeitete. Irgendwie schafften wir es dann aber doch noch in einen Flieger nach New York.
Da wir uns dort mit all unserem Gepäck nicht auf ungewohnte Versuche mit der Subway einlassen wollten, beschlossen wir ein Taxi zu nehmen. Natürlich wurden wir abgezockt.
Nach dem Einchecken verschafften wir uns einen ersten Überblick über die Stadt und das Subwaynetz. Wir beschlossen als erstes zur Grand Terminal Station zu fahren und von dort zu Fuss einen ersten Eindruck zu erlangen. Ziemlich erschöpft fielen wir abends ins Bett.

Am Dienstag fuhren wir zuerst zum Guggenheim Museum. Die Architektur ist grossartig, die Ausstellung leider weniger. Wir hatten das Pech, dass einige Räume gerade umgebaut wurden. So schlenderten wir dann gemütlich durch den Central Park zurück Richtung Times Square.
Am späten Nachmittag gingen wir zum Empire State Building. Für horrende 20 Dollar pro Person durften wir bis in den 86. Stock fahren (den 102. Stock für weitere 15 Dollars liessen wir sausen). Da wir kaum anzustehen brauchten, mussten wir dafür über 2 Stunden auf den Sonnenuntergang warten. Danach gabs gleich im Restaurant des Erdgeschoss’ das Abendessen.

Den Mittwoch starteten wir bei der City Hall. Von dort aus gingen wir zum Ground Zero. Per Zufall kamen wir am Memorial Kreuz vorbei, welches vorübergehend in einer Seitenstrasse steht. Auf dem Ground Zero wird nämlich tüchtig gebaut. Da alles eingezäunt war, konnten wir nicht viel erkennen. So gingen wir weiter Richtung Houdson River, wo gerade ein kanadisches Marineschiff einfuhr (die Navy Week hatte gerade begonnen). Dem Ufer entlang gingen wir bis zum Landesteg der Staten Island Ferry, wo wir die Gratisfahrt nah an der Freiheitsstatue vorbei genossen.
Wieder zurück gingen wir via Wall Street noch etwas shoppen und danach ins Kino.
Nach dem Abendessen fuhren wir mit der Subway nach Brooklyn und liefen über die Brooklyn-Bridge. Der Blick auf Mannhatten bei Nacht ist sehr eindrucksvoll.

Donnerstags war dann wieder Bildung angesagt und wir machten uns auf den Weg ins American Museum of Natural History. Man könnte Tage darin verbringen, wir begnügten uns aber mit einigen Stunden.
Den Rest des wunderbaren Nachmittags verbrachten wir mit sonnenbaden und lesen im Central Park.
Nach Einbruch der Dunkelheit fuhren wir noch mit der Seilbahn(!) über den East River. Ein kleines amüsantes Touri-Erlebnis, welches man als Schweizer nicht missen darf. 😉

Da die Nacht auf Freitag nicht gerade die Beste war (Iris plagte der Heuschnupfen und extremes Halsweh), machten wir uns am Freitag erst um die Mittagszeit auf nach Manhatten. Einziger Punkt auf dem Tagesplan war sowieso shoppen. Dies taten wir dann aber ausführlich und waren dementsprechend abends ziemlich erschöpft.

Am Samstag hiess es dann schon wieder Koffer packen und bye,bye zu sagen.

Gepostet von Marcel in USA

Pittsburgh

19. Mai 2009

Am Donnerstag führte uns unsere Reise nach Pittsburgh. Der Flug dorthin war grauenhaft. Es war sehr windig und wir waren in einer kleinen Propellermaschine unterwegs. Iris liess den kleinen Snack deshalb unberührt und konzentrierte sich sehr stark auf’s Kaugummi kauen.
Endlich gelandet wurden wir aber von Guido (Berufsschulfreund, der in den USA studiert) in Pittsburgh am Flughafen abgeholt. Den Nachmittag verbrachten wir damit den Campus der Uni zu besichtigen, Guidos Arbeitsplatz anzuschauen und seine “Wohnung” kurz zu inspizieren. Danach war es schon Zeit Amy (Guidos Freundin) zu treffen.
Zu viert gingen wir dann ins kürzlich eröffnete Hofbräuhaus, wo die Männer ihr Wiedersehen gleich mit einer Mass Bier begossen. Das Abendessen genossen wir dann auf dem Mt. Washington im edelsten Restaurant der Stadt. Der Ausblick auf die Stadt war phänomenal und auch das Essen war ausgezeichnet.

Am Freitag war dann Vergnügen pur angesagt. Wir fuhren in den Kennywood Park (vergleichbar mit dem Europapark, aber grösser) und genossen dort zahlreiche Bahnen bei strahlendstem Sonnenschein. Spätabends ging es erst zurück Richtung Stadt, wo es nur noch ein kurzes Fast-Food-Abendessen gab. Typisch amerikanisch halt.

Am Samstag erkundeten wir zuerst den Strip District mit all seinen unzähligen kleinen Geschäften. Danach ging es auf Stadiontour: Hockey, Baseball und Football. Abendessen gab es dann in einer Kirche, die zu einer Brauerei mit Restaurant umfunktioniert wurde. Speziell, aber gut.

Den Sonntag liessen wir gemütlich angehen und so trafen wir uns mit Guido und Amy erst am frühen Nachmittag. Als erstes wurde für das geplante BBQ am Abend Fisch, Fleisch und Maiskolben eingekauft. Danach verliess uns Amy und wir gingen mit Guido in den Botanischen Garten. Bei Amy zu Hause genossen wir dann ein herrliches BBQ mit selbstgemachter Steaksauce und texanischen Bohnen. Alles wurde ratzeputz vertilgt. Dann hiess es schon wieder Abschied nehmen, denn am Montag ging für Guido und Amy der Alltag wieder los und wir flogen weiter nach New York.

Gepostet von Marcel in USA

Toronto – Algonquin Provincial Park

14. Mai 2009

In Toronto wurden wir von Marcel (alter Schulfreund von Marcel) und Stacey am Flughafen abgeholt. Nach dem Einchecken im Hotel fuhren wir zu Tony’s Roma, wo es angeblich “the best ribbs in town” gibt. Mit Freude durften wir feststellen, dass der Slogan nicht nur leere Versprechung war. Nach einem gemütlichen Abend sanken wir müde ins Bett.

Am Sonntag trafen wir uns mit Marcel und Stacey in der Hockey Hall of Fame. Die Ausstellung war sehr interressant und informativ. Danach spazierten wir an der Waterfront des Lake Ontarios entlang und genossen die Sonne.

Am Montag mieteten wir uns ein Auto und fuhren gemütlich der Bay of Georgia entlang nach Huntsville. Das Wetter war traumhaft und so genossen wir unterwegs ein Picknick im Freien. Im Laufe des Nachmittags trafen wir in Huntsville ein. Da es in diesem kleinen Städtchen nicht sehr viel Sehenswertes gibt, entschlossen wir uns, bereits heute mit dem Projekt “Moose” (Elch) zu beginnen. Das Visitor Center im Algonquin Park hatte leider schon geschlossen. Wir erhielten aber trotzdem alle nötigen Unterlagen. Hoffnungsvoll machten wir uns auf die 60km lange Fahrt durch den südlichen Teil des Parks (wer in den Norden will, muss das Kanu nehmen). Bei Km 50 sahen wir dann endlich unsere erste Elch-Dame. Überglücklich genossen wir unser frühes Abendessen in Withney (kleiner Ort nahe des Osteingangs) und fuhren dann wieder zurück. Nun hatte die Dämmerung bereits eingesetzt und wir hofften noch mehr Elche zu sehen. Insgesamt 5 weitere Male wurden wir belohnt. Fotografieren wurde aber immer schwieriger, da die Verschlusszeiten einfach zu lang wurden.

Am Dienstag fuhren wir erneut in den Algonquin Park. Wir waren extra früh aufgestanden, aber dennoch zu spät dran, um viele Tiere zu sehen. Ein Schwarzbär wurde zum Beispiel morgens um 6Uhr gesichtet. Da waren wir zwar schon auf, aber noch nicht im Park. So machten wir einige kleinere Trails und besuchten das wunderschön gestaltete Visitor Center. Unsere Tiertagesbilanz war dann: 1 kleine Schlange (welche Iris enorm erschreckt hatte), 1 Eichhörnchen, 1 Streifenhörnchen, 1 Specht, 1 Truthahn und 1 Elchbulle. Letzterer posierte 12m von der Strasse entfernt und schien sich nicht im geringsten an den vielen Touris zu stören. Unser Projekt “Moose” hatten wir also erfolgreich erfüllt.

Am Mittwoch fuhren wir noch in den nahegelegenen Arrowhead Park. Dort könnte man verschiedene Trails machen, Velofahren oder mit dem Kanu auf einen der Seen rumpaddeln. Da der Park erst am Wochenende die Saison eröffnet hatte, waren die Kanus aber noch nicht vor Ort. Aber auch wandern und Velofahren war nicht so anmächelig, da es brutal viel Black Flies hatte. Dick vermummt gingen wir deshalb vom jeweils nächst gelegenen Parkplatz zu den Stubbs Falls und einem Overlook, wo eine starke Flussbiegung zu sehen war. Den Strand an einem der Seen zu geniessen war schlicht unmöglich.
So fuhren wir schon bald wieder Richtung Toronto, wo wir uns noch einmal mit Marcel zum Abendessen trafen.

Gepostet von Marcel in Kanada